Ein Start ins Zurück

Ein Start ins ZUrück
Photo by Noah Silliman on Unsplash

Das ist er also nun – ein Start ins Zurück – das „wir sind wieder da“. Unser Start ins Zurück.

Der letzte Beitrag ist schon verdammt lang her und was als kurze, kreative Pause gedacht war, entpuppte sich als handfeste Krise. Aber nicht, weil die Kreativität in die Auszeit ging. Die Ideen und Gedanken, um diesen Blog nach wie vor als Quelle für Ideen, Ansätze, Hilfestellungen und guten Austausch zu füllen, waren schnell (wieder) da.

Doch es stellte sich ganz schnell heraus, dass das Leben mit all seinen Facetten andere Pläne und Herausforderungen hatte. Plötzlich stellte sich nicht mehr die Frage womit, sondern eher wann oder vielmehr mit welcher Priorität dieser Blog versehen ist. Und um es gleich vorweg zu nehmen, die Frage der Prioritäten ging letztendlich noch weit über diesen Blog, den Podcast und vieles weitere mehr hinaus.

Das Alles zu sortieren, zu bewerten, neu einzuordnen und dann wieder den Rhythmus aufzunehmen, brauchte Zeit. Viel Zeit, die den Auslösern aber angemessen gegenübersteht. Zumindest für mich, als Verfasser dieser Zeilen.

In meinen Coachings geht es oft um Zeit. Zeit die es braucht, um wieder „ins Normale“ zu kommen. Also quasi auch ein Start ins Zurück, wie der, den ich vollziehen musste. Wobei das „Zurück“ hier ganz klar ein „wieder neu da sein“ bedeutet und nicht die Wiederherstellung eines alten Zustands. Aber das funktioniert ja eh nicht.

Mit meinen Coachingnehmern arbeite ich in solchen Situationen viel daran, zu akzeptieren, dass Entwicklung Zeit braucht, nicht schnell geht. Das aber dann (mal wieder) am eigenen Leib zu spüren, ist und bleibt eine Herausforderung. Da ist es auch egal, wieviele professionelle Tools man für den Einsatz, auch an sich selbst, kennt.

Wenn dann diese Akzeptanz da ist, der innere Friede zurückkehrt, dann ist das ein wichtiger Moment. Es ist der Moment, der die Basis für einen Start ins Zurück überhaupt erst sinnvoll möglich macht. Jetzt gilt es, sich die dann erkennbar nötige Zeit auch wirklich zu nehmen.

Jeder bekommt im Leben die Aufgaben gestellt, die ihn dazu bringen zu Lernen. Das trifft auch hier für mich zu. Das Lernziel: Geduld. Am Ende des Tages darf ich dann auch dazu vermelden: Ich habe gelernt. Aber der Weg ist auch noch lange nicht vorbei.

Aber bitte liebes Universum: Der Lernauftrag darf in Zukunft gern etwas „leichter“ daherkommen. Der Wunsch an sich ist wohl erlaubt.

Ein Start ins Zurück – wir sind wieder da.

Wie schnell und häufig sich dieser Blog, der Podcast wieder füllen wird, kann ich heute noch nicht mit Sicherheit sagen. Das ist noch Entwicklung, aber der Start ist gemacht. Es geht weiter, das ist die Kernaussage.

Alle, die diesen Blog und den Podcast auf diesem neuen Weg (weiter) begleiten wollen, sind selbstverständlich herzlich eingeladen. Auch Ideen, Anregungen, Wünsche für Inhalte usw. sind nach wie vor herzlich willkommen. Ich bin gespannt.

Ein Start ins Zurück – wer ist noch dabei?

Euer Björn Harder

mbh-Impuls 1: Vergangenheit ist Vergangenheit

mbh-Impuls 1: Vergangenheit ist Vergangenheit

Vergangenheit ist Vergangenheit und wir können diese nicht mehr gestalten. Das ist nur mit der Zukunft möglich. Doch trotzdem hängen wir gern „guten alten Zeiten“ nach oder trauern um verlorene Möglichkeiten aus der zurückliegenden Zeit. Ist das aber hilfreich? Ein paar Gedanken dazu in unserem ersten Impuls für das Jahr 2021…

Gerade rund um den Jahreswechsel fällt es mir immer wieder auf. Wir beschäftigen uns sehr unterschiedlich mit dem ablaufenden Jahr oder mit Vergangenheit. 2020 scheint hierbei diese Wirkung noch einmal verstärkt zu haben. Vielleicht höre ich derzeit auch nur genauer hin, oder aber dieses außergewöhnliche und vor allem sehr ruppige Jahr 2020 hat uns mehr geprägt, als wir merken.

Es ist gut, sich mit dem Erlebten der Vergangenheit auseinanderzusetzen, denn nur so kann ein Prozess einsetzen, den wir Lernen nennen. Nur durch bewusst machen können wir Dinge anders machen und verändern. Darum geht es mir an dieser Stelle auch gar nicht. Ich selbst habe eine gezielte Auseinandersetzung ja auch in einem der letzten Blogbeiträge in 2020 selbst empfohlen (siehe „Die Tradition des Rückblicks“ vom 23. Dezember 2020).

Aufgrund der Kontaktbeschränkungen zu den Feiertagen habe ich aber viel mit Freunden, Bekannten, Verwandten (video-)telefoniert. Klar kam auch das vergangene Jahr zur Sprache. Dabei fiel mir aber immer wieder und auch häufiger als in den letzten Jahren auf, wie sehr manche die Vergangenheit nicht Vergangenheit sein lassen können.

Warum fehlt hier der letzte Schritt, diesen Zeitraum , die Geschehnisse, das Verpasste oder was auch immer, einfach mal abzuschließen? Vergangenheit ist Vergangenheit! Im Nachhängen oder Nachtrauern verwenden wir aus meiner Sicht viel zu viel Energie auf Unveränderliches.

Wir verharren in einem Zustand permanenten Energieraubes und das kann uns als Mensch nicht guttun.

Das ist für mich einer der Auslöser, warum der mbh-Impuls 1: Vergangenheit ist Vergangenheit die Impulse 2021 beginnt.

Aber Abschließen mit Vergangenheit, wie macht man das? Das ist eine Frage, die ich auch im Coaching schon häufiger gestellt bekommen habe. Doch gibt es darauf eine „einfache“ Antwort? Wie schon so häufig habe ich darauf eine klare Antwort: Jein…

Abschließen heißt aus meiner Sicht die Unveränderlichkeit des Geschehenen zu akzeptieren. Das bedeutet aber auch sich einzugestehen, wie die eigene Rolle in dieser Situation gewesen ist.

Wir können dieses Eingeständnis einfach treffen, wenn wir selbst Herr der Lage in dieser Vergangenheit gewesen sind und es positiv ausgegangen ist. Dann kommt so etwas wie Heldenepos in uns auf. Endorphine, also chemische Belohnungsstoffe, werden ausgeschüttet und das nehmen wir gern.

Waren wir zwar Herr der Lage, aber das Ergebnis war negativ, dann wird es schon schwieriger. Haben wir dominante innere Treiber, wie z.B. sei perfekt, dann ist so ein Scheitern alles andere als leicht hinzunehmen. Es ist dann also nicht eine Unfähigkeit zum Abschluss an sich, sondern ein inneres Wertesystem, welches zu bearbeiten wäre.

Konnten wir in der Vergangenheit aber gar nicht selbst agieren, dann wird es noch mal potenziell schwieriger mit Akzeptanz. Wir Menschen mögen ein „ausgeliefert sein“ nicht so richtig. Aber auch hier sind es meist innere Wertesysteme, die hier einen Unterschied ausmachen können.

Gut oder nicht, es ist Vergangenheit. Mach Deinen Frieden damit, um wieder frei nach vorn blicken zu können.

Vielleicht gibt dir der mbh-Impuls 1: Vergangenheit ist Vergangenheit ja ein paar erste Gedanken hierzu mit auf den Weg.

Ich wünsche allen Lesern, Interessierten und Followern ein wundervolles 2021.

Bleibt schön negativ 🙂