mbh-Impuls 23 Ausruhen

mbh-Impuls 23 Ausruhen

Das Ausruhen ist Thema des mbh-Impuls 23. Wie gehören Ausruhen und Arbeiten zusammen? Diese Frage wird in unseren turbulenten Zeiten immer mehr ein Erfolgsfaktor für motivierte und leistungsbereite Menschen. Aber gehören diese Dinge überhaupt zusammen, oder muss das strikt voneinander getrennt werden?

Mal eine Pause machen und sich ausruhen ist nicht das erste Mal Thema in diesem Blog. So habe ich z.B. schon einmal meine Erfahrungen mit einem Tag voller Nichtstun geschildert. Ich durfte dabei feststellen, dass das gar nicht so einfach ist.

Ausruhen oder vor allem einmal zur Ruhe kommen, wird aber immer mehr zu einem wesentlichen Faktor in unserer aktuellen Arbeitswelt. Ich behaupte sogar, es wird DER Erfolgsfaktor der kommenden Wochen und Monate werden.

Immer mehr Menschen, auch unter meinen Kunden, klagen immer mehr über eine sich verstärkende Grunderschöpfung. Sie fühlen sich ausgelaugt, müde und erschöpft. Ganz häufig verbindet sich diese Aussage aber auch mit den Worten: „… dabei arbeite ich gar nicht so viel…“.

Wie passt das zusammen, weniger oder auch weniger stressige Arbeit, aber der Erschöpfungspegel steigt? Daher ist es genau jetzt Zeit für den mbh-Impuls 23 Ausruhen.

Jede(r), der schon mal an irgendetwas gearbeitet hat, kennt die Erfahrung, dass mit der Zeit eine Ermüdung eintritt. Nach einer Phase des Ausruhens geht es dann erfrischt, voll neuer Tatkraft und guter Ideen weiter. Der positive Einfluss des Ausruhens auf die Arbeit sind in der Forschung unbestritten.

Nur im Zusammenspiel mit einer Pause wird Arbeiten auch zu einem Erfolgsmodell. Sich einmal Ruhe gönnen, ist also kein unnötiger Luxus, sondern Leistungsbestandteil.

Die Analyse des Ausruhens ist spannend

Doch zurück zu den aktuellen Erschöpfungserscheinungen. Mit einem meiner Klienten habe ich die Analyse (hier mal beispielhaft) weitergetrieben:

  • Wieviel Arbeitszeit steht denn wieviel Ruhezeit gegenüber?
  • Wie ist die Schlafsituation? Hat sich hier etwas verändert?
  • Welche Arbeit liegt denn an? Ist das besonders stressig?
  • Welche anderen Faktoren zerren noch an Dir?
  • Welche „losen Enden“ trägst Du in Deinem Kopf mit Dir rum?

Diese und noch so einige Fragen mehr haben wir bewegt, um uns dem Grund zu nähern.

Am Ende haben wir festgestellt, dass bei meinem Coachee derselbe Effekt zum Tragen kommt, wie bei so vielen anderen auch. Die Fachwelt hat dafür inzwischen den Begriff „Corona-Fatique“ geprägt. Also chronische Müdigkeitserscheinungen aufgrund des Dauerstresses durch die Pandemie.

Die ständige, unausweichliche, schleichende Gefahr der Ansteckung, die immer wieder erfahrenen Einschränkungen, der Entzug sozialer Kontakte und die Monotonie der möglichen Ausgleichsaktionen sorgen selbst bei stärksten Charakteren unter uns für eine Abnutzung. Und das sind nur ein paar der Einflüsse, die in diesem Zusammenhang dauerhaft auf uns wirken.

Der Dauerstress, dem wir mangels Möglichkeiten auch häufig nicht mehr ausweichen können, sorgt nun dafür, dass wir immer mehr abnutzen/erschöpfen. Und das obwohl die Arbeitslast und -verteilung sich inzwischen in vielen Firmen wieder eingespielt hat.

Zuviel Ausruhen ist auch nicht gut – es braucht Impulse

Neben der Corona-Fatique, bekommt aber auch ein anderer Aspekt immer mehr Gewicht für die Verfassung der Mitarbeitenden. Der Begriff dazu heißt Bore-Out – also das „Ausbrennen“ durch zu wenig Arbeit.

Nach wie vor haben wir viele Menschen in der Kurzarbeit. Für einige heißt das sogar „gar nichts“ im eigentlichen Beruf tun. Dazu müssen wir nur mal in Gastronomie oder Hotellerie schauen. Andere Branchen trifft dies aber ebenso.

Hier langweilen sich Menschen sprichwörtlich zu Tode. Es ist zu viel Ausruhen. Auch hier zeigt sich der wichtige Zusammenhang zwischen Arbeit und Ausruhen. Beides braucht einen Einklang, muss eine Waage haben, sonst nehmen negative Einflüsse überhand.

Unser mbh-Impuls 23 Ausruhen

Am Anfang des Impulses habe ich die These aufgestellt, Ausruhen wird DER Erfolgsfaktor der kommenden Wochen. Wer von Ihnen hätte da gedacht, dass Ausruhen bzw. ein „zur Ruhe kommen“ auch ein Mehr an Arbeit, an Tätigkeit bedeuten könnte? Wahrscheinlich nur wenige.

Und so möchten wir mit dem mbh-Impuls 23 Ihnen mehrere Gedanken mit auf den Weg ins Wochenende geben:

  • Was müssen Sie mehr oder weniger tun, um die Waage zwischen Arbeit und Ausruhen wieder auszugleichen?
  • Welche Tätigkeiten sind denn noch oder wieder (aufgrund der Witterung) möglich, die Sie aufnehmen können, um für Ausgleich oder Beschäftigung zu sorgen?
  • In welcher Weise können Sie trotz allem soziale Kontakte wieder aufnehmen?
  • Was hat Ihnen denn bisher erfolgreich geholfen, bis hierhin durchzuhalten? Wie kann das in den kommenden Wochen/Monaten weiter helfen?

Wie glauben, das ist schon eine Menge Denkstoff für das Wochenende. Doch bitte, denken Sie nicht nur. Werden Sie aktiv, tun Sie etwas – auch das ist ein wichtiges zur Ruhe kommen und einen Ausgleich finden.

Wir wünschen Ihnen ein wundervolles Wochenende!

Ihre managementberatung björn harder

Mehr zu uns auf unserer Homepage.

Podcast 46 – Ein Gespräch zum Selbstmanagement

Podcast 46 - Ein Gespräch zum Selbstmanagement
Podcast 46 – Ein Gespräch zum Selbstmanagement

Heute wird’s anders, denn im heutigen Podcast 46 – Ein Gespräch zum Selbstmanagement begebe ich mich in den Dialog mit meinem Kollegen Carsten Homburg und wir diskutieren einmal das Thema Selbstmanagement.

Wie kann ich #jetztwasunternehmen und mich unter den immer länger werdenden Rahmenbedingungen eines Homeoffice eigentlich selbst strukturieren? Was sind denn Schritte aus einer eigenen Struktur- und vielleicht auch Antriebslosigkeit? Wieviel Resilienz, also eigene Widerstandsfähigkeit gegen die aktuellen Einflüsse, spielt da mit?

Ein Gespräch zum Selbstmanagement

Herausgekommen ist bei uns ein 7-Schritte-Plan, der sich sicherlich für alle Interessierten auch auf die eigene Situation übertragen lässt. Eine wesentliche Voraussetzung, um dies mit sich selbst zu bewegen, ist das Thema Selbstreflektionsvermögen. Ein Thema aus unserem Podcast 45. Wie immer sind also viele Themen miteinander verwoben.

Vielen Dank, lieber Carsten, für das tolle und ergebnisreiche Gespräch!

Also hört rein – die heutige Folge unseres Podcasts ist eben mal anders.

Gibt es den Podcast #jetztwasunternehmen nur hier?

Unseren Podcast könnt ihr nicht nur auf dieser Seite hören bzw. beziehen. Ihr könnt uns in allen großen Podcast-Portalen, wie z.B.

  • Apple Podcasts
  • Google Podcasts
  • Deezer
  • Spotify
  • Player FM
  • Procast
  • Castbox
  • Podimo
  • FYEO
  • The Podcast App

hören und abonnieren.

Hier ist sicherlich für jeden ein bekanntes Portal dabei. Also sucht uns unter „#jetztwasunternehmen“ und dann das Abonnement sichern – von unserer Seite ganz ohne Kosten. Wo hört Ihr uns denn schon?

Wer sich gar nicht mit diesen Portalen befassen will, kann weiterhin hier den Podcast wöchentlich hören oder uns auch im Portal Pod-O-Matic abonnieren. Dieses Portal ist kostenfrei und ihr bekommt unseren Podcast auch direkt bei Erscheinen.

Für jeden bietet sich also ein Weg. Egal welchen ihr bevorzugt, wir freuen uns, dass ihr da seid!

Und nun wieder viel Vergnügen und guten Erfolg mit unserem Podcast # 46 – Ein Gespräch zum Selbstmanagement

Wir wünschen Euch eine erkenntnisreiche Zeit.

Eure managementberatung björn harder

mbh-Impuls 10: Arbeitschaos

mbh-Impuls 10: Arbeitschaos
mbh-Impuls 10: Arbeitschaos

Mit dem mbh-Impuls 10: Arbeitschaos kommt heute wieder mal eine Geschichte mitten aus dem Leben. Wer kennt es nämlich nicht, das „anfallende Zeug“, das täglich, stündlich, sekündlich auf unserem Tisch landet und diesen immer wieder „vermüllt“. Sind wir deswegen unfähig, weil es mal chaotisch aussieht? Oder ist das nicht sogar normal?

Ein Blick in meine kommende Woche zeigt es mir wieder sehr deutlich auf. Eine Vielzahl von Terminen, offenen Aufgaben, Vorbereitungen usw. die irgendwie in diese zeitliche Begrenzung der Arbeitswoche hineinmüssen. Und dabei sind die Dinge, die da noch kommen werden ja nicht einmal berücksichtigt.

All dies „anfallende Zeugs“ will erledigt werden und schreit quasi nach einer Bearbeitung. Arbeitschaos entsteht und droht mich zu überrollen. Dieses Gefühl kennen auch viele meiner Klienten, wenn wir uns mit dem typischen Thema „Zeitmanagement“ beschäftigen.

Bislang ist mir noch keine Führungskraft untergekommen, die nicht über zu wenig Zeit, zu viele Aufgaben, fehlende Struktur, Informationsüberflutung oder irgendein anderes ähnliches Symptom geklagt hat.

Wir haben das Gefühl ohnmächtig zu sein, gegen das, was da alles so anfällt.

Chaos haben wir nicht nur beruflich, sondern auch privat

Spannend finde ich immer wieder den Versuch die private von der beruflichen Welt zu trennen. Im Beruf muss ich das so machen und im privaten Umfeld kann ich das anders machen. Entschuldigung, aber das ist völliger Blödsinn.

Wir alle leben nicht in zwei verschiedenen, voneinander getrennten Zeitebenen namens privat und beruflich. Anfallendes Zeugs prasselt auf uns aus beiden Richtungen ein und fordert ein und dasselbe – unsere Lebenszeit.

Ich zumindest kann eine Sekunde in meinem Leben nur einmal leben, egal ob beruflich oder privat. Da gibt es keine zwei Ebenen, also kann ich das Chaos auch nicht voneinander trennen. Oder hast Du zwei Ebenen? Wenn ja, kann ich etwas abbekommen?

Ein wesentlicher Zusammenhang ist also, dass wir erkennen müssen, dass wir alles in einen Topf werfen müssen. Berufliches organisieren heißt also im selben Moment auch Privates organisieren, denn die Sekunde lässt sich ja nur einmal belegen.

To-do-Listen: gut gedacht, aber schlecht gemacht

Gegen Chaos soll ja bekanntlich Ordnung schaffen helfen, also schaffen wir Ordnung. Wir sortieren Papiere zusammen und fangen manchmal an eine to-do-Liste zu führen. Aber der Stapel wird schön getrennt von der Liste und dann haben wir gern eine auf Papier und noch eine auf dem Rechner, einiges steht direkt im Kalender und einiges nur in der Liste.

Also das Chaos ist zwar gemindert, aber nicht beseitigt. Kommt noch hinzu, dass wir die Einträge in den Listen gern globalgalaktisch halten.

Bei meinem letzten Klienten standen in der to-do-Liste Einträge wie:

  • Mitarbeiterziele
  • Steuerberater
  • Auto
  • Abendessen

und ähnliches. Auf mein Fragen hin, was sich denn dahinter verbirgt, erntete ich ein ernstes Gesicht und ich konnte das einsetzende Denken quasi hören.

Als wir dann die Themen vereinzelten, kamen allein beim Stichwort Steuerberater nach längerem Überlegen 8 einzelne Aufgaben heraus. Bei den anderen Punkten war es nicht wesentlich besser.

„Wieviel war Ihre to-do-Liste jetzt im Nachgang wert?“ lautete dann meine Frage und die Antwort bekam ich optisch schneller als verbal. Der Klient lief rot vor Scham an und gestand sich dann ein, dass das, ich zitiere: „kompletter Müll und Nonsens“ war.

„Welche Wirkung hatte die Liste auf Ihr Chaos?“ – „Es hat es eher noch schlimmer gemacht, denn ich musste die Punkte dann nochmal durchdenken, was nochmal Zeit gebraucht hat.“

Zusammenhänge sofort richtig herstellen

Arbeitschaos könnt Ihr nur dann reduzieren, wenn ihr die Dinge sofort vereinzelt und auch tatsächlich als to-do aufschreibt. Ein echtes to-do besteht immer mindestens aus einem Objekt und einer Verrichtung. Garniert ihr das noch mit einer konkreten inhaltlichen Ergänzung, dann taugt Eure to-do-Liste etwas.

Also statt Steuerberater sollte der Eintrag z.B. lauten: Steuerberater wegen Frage zur Höhe der Rechnung aus dem Dezember anrufen. Mit dieser Information kann Euer Gehirn sofort einen konkreten Zusammenhang herstellen und es braucht kein erneutes Überlegen mehr.

mbh-Impuls 10: Arbeitschaos

Zwei Tipps für Euch, die schon am Wochenende auch im Privaten helfen können:

  1. Trennt nicht mehr zwischen privat und beruflich – Eure Zeit hat keine zwei Dimensionen
  2. Stellt den konkreten Zusammenhang/die konkrete Anforderung direkt her, dann braucht es keine doppelte Zeit.

Arbeitschaos weiter beseitigen?

Wer mehr wissen will, wie er/sie sein Arbeitschaos beseitigen kann, als wir hier im mbh-Impuls 10: Arbeitschaos darstellen, dem sei unser Angebot Selbstmanagement empfohlen.

Sprecht uns einfach darauf an. Alle Kontaktdaten findet Ihr unter www.mbharder.com.

Unser Angebot gibt es auch als virtuelles Format für Einzelpersonen bis hin zu Gruppen/Teams usw..

Uns jetzt viel Erfolg im Chaos!

Eure managementberatung björn harder

mbh-Impuls 7: Heute leben

mbh-Impuls 7: Heute leben

Auf das Zitat für den mbh-Impuls 7: Heute leben bin ich mal wieder zufällig gestoßen. Aber dieses Zitat fühlte sich gleich richtig an für einen Impuls für die neue Woche. Also gedacht, getan. Hier unser heutiger Impuls.

„In den letzten 33 Jahren habe ich jeden Morgen in den Spiegel geschaut und mich dies gefragt. Und immer, wenn die Antwort ‚Nein‘ für zu viele Tage hintereinander war, weiß ich, dass ich etwas ändern muss.“

Steve Jobs

Aus meiner Sicht hat Steve Jobs voll und ganz recht. Er stellt die eindeutige Frage, ob seine eigene, begrenzte Lebenszeit es wert ist, für diese anstehende Aufgabe verbraucht zu werden. Und ja die Frage ist dazu auch noch sehr pointiert, denn sie spielt klar mit einem Faktum, das uns alle sehr bewegt. Dem Letzten unserer Tage.

Ich habe in meiner Zeit als Coach schon unzählige Male mit Menschen über einen ungeliebten Job, eine ungewollte Umgebung oder andere Themen gesprochen, die diesen Menschen Energie und Zeit geraubt hat.

Fast immer war die erste Frage: Was kann ich tun, damit ich mich in dieser Situation besser zurecht finde?

Inzwischen mache ich mir schon einen professionellen Spaß daraus dies mit einem Gegenauftrag zu kontern: Was kann die Situation tun, um sich Ihnen anzupassen?

Was muss sich ändern? Die Situation oder ich?

Selbstverständlich ist das kein Scherz im Sinne einer Belustigung. Vielmehr möchte ich darauf hinweisen, dass es nirgendwo geschrieben steht, dass ich als Mensch mich selbst aufzugeben und anzupassen habe. Bin ich also Sklave der Umgebung, oder Gestalter meiner eigenen Welt?

Ganz schnell kommen dann Themen wie z.B. „ich muss doch Geld verdienen“, „ich kann doch nicht einfach gehen“, „es ist doch einfacher, wenn ich mich ändere, als wenn x andere das tun müssen“, „andere sind abhängig von mir, da kann ich nicht ausbrechen“ und vieles weitere hoch.

Doch die berechtigte Frage bleibt: Warum?

Unsere Zeit und unser Leben sind vergänglich. Während ich diese Zeilen schreibe, verrinnt eine Sekunde nach der anderen und ist damit unwiederbringlich vergangen. Wir können Zeit nicht sammeln, sparen oder verschieben.

Wir leben immer im Heute, im Hier und Jetzt. Auf alle Fälle mit unserem Körper. Unser Geist schlägt gerne mal Kapriolen in die Zukunft oder Vergangenheit. Wir planen, trauern nach, und sind eher selten im Hier und Jetzt.

Ja, wir brauchen finanzielle Mittel, um unser Leben in dieser Gesellschaft bestreiten zu können. Aber nirgendwo steht geschrieben, dass dies nur mit dieser anstehenden Aufgabe erfolgen kann oder darf.

Gibt es wirklich Grenzen bei meiner Entscheidung?

Die Geschichte des Tellerwäschers der Millionär wird, wird ganz viel bemüht, um die „unbegrenzten Möglichkeiten“ zu beschreiben. Doch so weit will ich gar nicht gehen. Es gibt im Leben sicherlich Limits. Ich kann bestimmt nicht morgen als Arzt oder Pilot arbeiten. Da fehlen wirklich wichtige Kenntnisse. Aber niemand kann es mir verbieten, mich in neue Felder einzuarbeiten.

Es gibt also die Chance auf die Entscheidung, die Steve Jobs in seinem Zitat anbietet. Manche Pfade muss ich mir sicherlich auch erst erobern, aber die Wege stehen mir grundsätzlich offen.

Wir wollen mit unserem mbh-Impuls 7: Heute leben also auch Mut machen. Stellt Euch diese Frage, trefft eine Entscheidung und dann setzt diese auch um.

Es ist nicht ein Tag der auffordert sein Leben zu verändern oder zu überdenken. Die Summe mehrerer Tage ist es, die heute, am Tag der Frage, dazu führt, dass ich zu einem Maß an „Nein“ komme, das die Notwendigkeit der Veränderung anzeigt.

Das ist dann die Aufforderung eine Veränderung, nicht zwingend den sofortigen Bruch, einzuleiten.

Unser mbh-Impuls 7: Heute leben

Wie ist denn Deine Antwort auf die Frage? Kommst Du zu einem vielfachen Nein?

Dann lass uns gemeinsam schauen, welche Wege sich öffnen und was es braucht, um den Mut für die richtige Abbiegung zu finden.

Alle notwendigen Kontaktdaten findest Du unter www.mbharder.com.

Wir sind schon gespannt auf Dich und Dein Thema.

Deine managementberatung björn harder

PodCast # 31 – Sich selbst achtsam führen

Podcast # 31 - Sich selbst achtsam führen
PodCast # 31 – Sich selbst achtsam führen

PodCast # 31 – Sich selbst achtsam führen

Der PodCast diese Woche beschäftigt sich mit einem Blick in die Welt der Achtsamkeit. Hierbei schauen wir aber insbesondere auf die Achtsamkeit von Führungskräften sich selbst gegenüber. Warum ist „sich selbst achtsam führen“ so ein wichtiges Thema? Warum ist dies aber auch ein so ignoriertes Thema?

Das schauen wir uns in unserem heutigen PodCast # 31 genauer an.

Wir gehen dabei von folgender These aus:

„Achtsamkeit ist ein Zustand von Geistesgegenwart, in dem ein Mensch seinen Körper und sein Gemüt erfährt, ohne von Gedankenströmen, Erinnerungen, Phantasien oder starken Emotionen abgelenkt zu sein.“

entnommen aus Wikipedia Achtsamkeit

Ganz drastisch vereinfacht, könnte man also auch sagen: „Erfahre dich selbst im konkreten Augenblick“.

Gerade unter den aktuellen Bedingungen der Pandemie nehmen wir uns dafür aber nicht die Zeit oder achten schlichtweg nicht auf uns. Wir lassen uns von den Rahmenbedingungen überrollen bzw. geben der Umwelt die Zügel in die Hand. Das kann nicht gut und vor allem nicht gesund für den Einzelnen sein.

Den Rahmenbedingungen an sich ist das Wohl des/der Einzelnen nämlich vollkommen egal.

Wer, wenn nicht wir selbst, hat denn eine Grundverpflichtung sich selbst gegenüber? Gilt das nicht auch für die Führungskräfte, die ja genauso Menschen mit allen Merkmalen sind?

In den letzten Monaten habe ich (auch zurecht) ganz viel darüber gelesen, wie Führungskräfte achtsam mit den Mitarbeiter:innen umgehen sollen. Es war jedoch kaum die Rede davon, achtsam mit sich selbst umzugehen.

Aus den Coachings der letzten Wochen und Monate nehme ich aber mit, dass es genau jetzt dafür die Zeit ist und eigentlich schon viel früher.

Björn Harder, managementberatung björn harder

Daher ist dieser PodCast auch als Auftakt zu einer kleinen Reihe zum Thema Achtsamkeit bei Führungskräften zu sehen.

„Sich selbst achtsam führen“ wird dabei stets die Kernthese sein und Tipps und Tricks werden helfen und unterstützen die ersten Schritte dafür gehen zu können.

Interesse zu noch mehr?

Dann sollten wir sprechen. Alle notwendigen Daten findest du unter diesem Link.

Viel Erfolg und gute Erkenntnisse

Deine managementberatung björn harder

Der mbh-Impuls zur neuen Woche

Träume sind doch unerreichbar. Die lassen sich nicht verwirklichen! So eine ganz oft verbreitete Haltung. Unser heutiges Zitat zeigt eine andere Lösung für diese Fragestellung auf. Sind Träume doch nicht nur „Schäume“?

„Kind, hör auf zu träumen“ – wer von uns hat diesen Satz in seinem Leben noch nicht zu hören bekommen. Manchmal nur, um uns in die Realität zurückzubringen, weil wir ansonsten gefährdet gewesen wären, aber manchmal auch, um uns aufzeigen zu wollen, dass unsere Fantasie nicht Realität werden könnte.

Aber sind Träume wirklich unerreichbar? Nein, sind Sie nicht!

Wie viele Menschen haben sich schon Träume verwirklicht? Sehr viele! Eines ist Ihnen dabei gemeinsam – sie haben die Idee an sich nie aufgegeben.

Der Weg, der dann aber zur Verwirklichung geführt hat, ist ganz unterschiedlich. Einige haben es Step-by-Step gemacht, so wie unser Zitat es vorschlägt, andere haben weit über den Horizont hinausgedacht, alles auf eine Karte gesetzt und es gewagt und waren so erfolgreich.

Damit ist allen Traumerfüllern aber noch etwas gemeinsam: Sie haben gehandelt und nicht nur geträumt.

Welcher Weg für Sie der Richtige ist, wissen wir nicht, aber auch Sie haben, wie jeder oder jede andere auch, eine Chance darauf Ihren Traum zu verwirklichen.

Hören Sie nicht auf zu träumen, aber kombinieren Sie es mit einem Handeln im Hier-und-Jetzt – entweder auf Sicht oder mit vollem Risiko. Es ist Ihr Weg und wenn Sie erstmal anfangen, wird alles weitere sich nach und nach ergeben.

Was ist Ihr Traum? Wir sind schon ganz gespannt!
Vielleicht wollen Sie es uns ja verraten!

Eine wunderbare Traumwoche wünscht Ihnen

Ihre managementberatung björn harder

Der mbh-Impuls zum Wochenende

Als mir heute dieses Zitat über den Weg lief, fühlte ich mich gleich an den Impuls für diese Woche und an meine Sätze zum Thema Neugierde erinnert. Die Neugierde lockt uns, aber was verhindert „die Beseitigung des Alten“? Wir runden die Woche einmal gedanklich ab.

Mein Impuls an Euch, liebe Leser, war, seid mutig und tragt Eure Idee voran. Macht Euch zum „Spinner“ (so ja eine Bezeichnung aus dem Zitat). Wer von Euch hat den Impuls genommen und umgesetzt? Wer von Euch hat dabei etwas erreicht? Ich hoffe und wünsche mir natürlich, dass das ganz viele waren.

Wer es gemacht hat, wird festgestellt haben, es ist nicht besonders schwierig erstmal Gehör zu finden, also einen oder mehrere Gesprächspartner, die sich die Idee anhören. Die Neugierde von uns Menschen ist einfach viel zu groß dafür. Und im Kern will uns diese Neugierde auch dazu verleiten, diese Dinge, diese Ideen einfach mal auszuprobieren.

Ganz oft passiert das auch. Wir testen, stellen fest, es klappt meist nicht auf Anhieb, die Ernüchterung setzt ein verbunden mit der Erkenntnis, dass das ja Arbeit wird, das anzupassen und neu zu versuchen.

Und auch bei den nicht arbeitsscheuen Menschen setzt jetzt etwas ein, was uns die Probleme beim Aufgeben der alten Ideen macht… Unser Gehirn.

Die „alten Ideen“ aus dem Zitat möchte ich hier einmal frei als „Gewohntes“ oder „in Routinen gespeichertes Wissen“ interpretieren.

Unser Gehirn speichert Abläufe oder überhaupt abrufbares Wissen in bestimmten Routinen bzw. Verknüpfungen im biologischen Geflecht unserer Nervenzellen ab. Eine Aufgabe von Wissen bzw. Routinen bedeutet also rein organisch einen Umbau von Nervenverknüpfungen.

Umbaumaßnahmen, und das kann jeder bestätigen, der einmal in seinem Haus umgebaut oder renoviert hat, verbraucht zusätzliche Energie, hier aus Sicht des Gehirns sogar mit eher ungewissem Ausgang, also größerer Gefahr der Energieverschwendung.

Und wenn unser Gehirn, unsere gesamte Biologie eines hasst, dann ist es Energieverschwendung. Also wird Verschwendung blockiert. Es werden hohe Hürden aufgebaut, um diese Veränderung einzuleiten bzw. es werden vielzählige Bestätigungen eingefordert, dass das Neue doch gut und richtig ist.

Dagegen können wir uns jetzt einmal ganz einfach und wenig wissenschaftlich ausgedrückt gar nicht oder nur ganz eng begrenzt wehren, denn Biochemie ist nun einmal Biochemie und Biologie, sprich Evolution ist nun mal Evolution…

Alte Ideen aufgeben, heißt also, aktiv gegen seine eigene Biochemie ankämpfen, wenn mir dieses drastisch vereinfachte und zugespitzte Bild gestattet sei.

Wer von Euch kann sich noch daran erinnern, wieviel Übung und Wiederholungen es brauchte, bis wir Fahrradfahren oder Autofahren erlernt hatten. Das waren viele, viele Versuche, bis das Neue verankert war.

Dasselbe spielt sich bei der Verankerung neuer Ideen ab. Es braucht Wiederholung, es braucht Übung, es braucht Zeit. Nicht weil Menschen unveränderbar sein wollen, sondern weil die Biologie es gar nicht anders zulässt.

Der schwere Kampf ist also im Zweifel der mit der Geduld. Der eigenen oder fremder Geduld, wenn etwas umgesetzt werden soll. Und den „Kampf“ gewinnen wir nur mit Geduld, Beharrlichkeit und ständiger Wiederholung/Übung.

Mein Impuls zum Wochenende für Euch ist genau dieser:
„Wieviel Geduld wird bei fairem Handeln auf beiden Seiten noch erforderlich sein, damit Eure neue Idee Realität wird?“

Hand aufs Herz und so objektiv wie möglich eingeschätzt, gewinnt ihr wieder eine Handlungsfähigkeit, um Eurer Idee wieder Umsetzungsfähigkeit einzuhauchen und voran zu kommen.

5 min Nachdenken – das ist Eure Idee doch gewiss wert.

5 min Nachdenken, warum ihr ggf. bei einer Umsetzung noch nicht so vorankommt, wie ihr ggf. wollt – das ist gut investierte Zeit an diesem Wochenende.

Ich wünsche Euch gute Erkenntnisse und Zugewinn an Handlungsfähigkeit!

Björn Harder

Was.War.Das.Denn?

Ocean Wave

Wow, was für 3 Wochen… Wie eingespannt man war, merkt man immer erst im Rückspiegel. Und meiner fiel heute drastisch aus. Aber das waren auch fast drei Wochen mit dem Fuß komplett auf dem Gaspedal und vor allem Pedal bis auf’s Blech durchgedrückt. War das gut oder war das schlecht? Eine kleine persönliche Betrachtung…

Ich sollte mich als Selbstständiger doch freuen. Aufträge! Und das in Zeit von Corona. Und ja, ich freue mich auch. Die letzten Wochen waren interessant, gut, herausfordernd, wirtschaftlich durchaus lohnend und ich war in der Breite meines Wissens und Könnens gefordert. Was kann Mensch in seiner Arbeitswelt mehr wollen? Viele in unserem Wirtschaftsleben würden sich freuen, wenn sie wieder mal überhaupt etwas hätten und ich „klage“ über bunte Wochen? Nein, ganz bestimmt nicht, aber aus allen Zeiten gibt es etwas zu lernen, zu beobachten und abzuleiten.

Ich habe das Bild zum heutigen Beitrag sehr bewusst ausgewählt und möchte dies auch als bildliche Metapher für meine Wochen nutzen.

Das Leben rollte wieder auf mich zu und hatte soviel Kraft, dass es mich wie auf einer Fontäne in die Luft geworfen hat. Denn es kam nicht nur beruflich, nein, auch privat, im Freundeskreis, im Persönlichen und an vielen weiteren Ecken auf einmal. Keine Vorwarnung, kein Luftholen, kein Links und Rechts, sondern wie von externer Hand geführt massiv herumgewirbelt.

Der Satz „Leben heißt Veränderung“ hätte auch eine passende Überschrift abgegeben, aber auch wenn mich Germanisten jetzt hassen werden (oder vielleicht auch nur den Kopf schütteln) – genau so muss die Überschrift heute sein!

Wer mich kennt weiß, dass ich ein hochemotionaler, aber auch sehr strukturierter und organisierter Mensch bin. Meine berufliche Organisation leite ich schon rein optisch immer an meinem Eingangskorb im Mailaccount ab. Dort herrscht ein gern gesehener Clean-Desk. Was abgearbeitet ist, kommt in die Archivordner, was noch „aktiv“ ist, bleibt stehen.

Ich habe über die letzten Tage und Wochen GESEHEN, dass die Liste sich füllt, Themen nicht abgeschlossen sind und ich schlussendlich, Stand heute, ZWEI volle Bildschirmseiten als Inbox habe. Andere werden mich jetzt anlächeln und sagen: sei froh, es sind nur zwei, aber ich für mich sage: geht gar nicht…

Es sind Aufgaben darunter, die wären auch bei „perfektem Verlauf“ noch offen, weil es einfach nur langsam vorangeht, aber es sind auch Themen darunter, die ich in diesem Blog und vor allem auch in meinem PodCast unter www.wasunternehmen.tips verarbeiten wollte. Denn was ist dort passiert? GAR NICHTS! Und das ist maximal doof.

In meinem PodCast habe ich meinen Hörern eine bestimmte Veröffentlichungsfrequenz versprochen und auch von meinem Blog weiß ich, dass dieser inzwischen gern und vor allem regelmäßig gelesen wird. Insbesondere die Wochenimpulse finden viele dankbare Abnehmer*innen und ich bekomme dazu viele Rückmeldungen. Auch hier herrscht, um mal im maritimen Bild zu bleiben, dauerhafte Ebbe. Passend zur Wasserknappheit, die uns die Hitze der letzten Wochen in vielen Regionen beschert hat.

Aber nicht nur für meine Leser und meine Hörer, sondern vor allem auch für mich ist dies ein Kanal nach außen , um Themen, die mich bewegen, die mir wichtig sind, die ich für die Wirtschaft aktuell für relevant halte, aufzubereiten, zu positionieren und erkennbar zu machen.

Meine Corona-Zeit habe ich bewusst genutzt, um mich zu sortieren und auch, um mir selbst eine Vorstellung davon zu machen, wie ich denn den Wiederanlauf meines Unternehmens gestalten möchte. Das beinhaltete auch eine Prioritätensetzung, den Einbezug neuer Themen, Methoden, Instrumente und der aufmerksame Leser wird sich auch noch an meinen Ausruf der 4-Tage-Woche erinnern, die ich nutzen wollte, um eben nicht mehr „unter die Räder“ zu kommen, nicht wieder energielos zu sein.

Aber kaum kommt die erste Welle, was passiert? Alles löst sich in Schall und Rauch auf, das Hamsterrad ist wieder voll da. Da frage ich mich doch zurecht selbst: Was habe ich da gemacht?

Diese Frage stelle ich regelmäßig meine Klienten, also muss ich diese auch gegen mich gelten lassen. Und die Antwort ist genauso einfach wie bei meinen Klienten: Ich habe mich nicht an die selbst gesetzten Regeln gehalten. Ich habe mich (wieder mal) hinten angestellt und bin mit meinen Kunden zusammen, mit meiner Umwelt, mit allem, was da kam voll nach vorne gegangen. Alte Muster übernahmen sofort wieder das Regime und mein inneres Team folgte sofort wieder der alten Zusammensetzung.

Wer bin ich und wenn ja wieviele – kann ich heute aus dem Rückspiegel ganz genau beantworten. Das gefällt mir noch nicht, also muss ich weiter hart daran arbeiten, aber es zeigt mir auch wieder etwas anderes: Ich bin Mensch!

Und das ist auch gut so!

Der Mensch in mir setzt sich wieder Ziele und versucht es eben nochmal. „Aufgeben“ gilt nicht, ist einfach keine Option…

Meine Anfangsfrage war: Ist das gut oder ist das schlecht? Und wie immer liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen, denn wie immer gibt es positive und negative Aspekte, je nachdem aus welcher Brille man schaut, welche Facette man betrachtet.

Was können wir jetzt aber alle wieder daraus lernen? Eine kurze und sicher nicht abschließende Aufzählung:

a) Jeder Plan hält nur bis zum ersten „Feindkontakt“
b) Wir können Pläne überarbeiten und neu ansetzen
c) Auch Profis sind Menschen, machen „Fehler“ und gerade deswegen können aus der Erfahrung helfen und wirklichen Nutzen bringen
d) Der Blick in den Rückspiegel ist und bleibt ganz wichtig
e) Man muss sich schon selbst ernst nehmen, wenn man etwas verändern will
f) … ich könnte wahrscheinlich stundenlang so weiter machen…

Was ist denn mit Ihrer Welt/Ihrem Rückspiegel? Lohnt sich auch dort mal genau jetzt der kritische Blick hinein? Was ist aus Ihren Zielen und Prioritäten geworden.
Wir alle sind Menschen und unsere Chance liegt in der Entwicklung.

Wollen wir gemeinsam daran arbeiten und was kann ich von Ihnen lernen? Auch eine spannende Frage…

Ich freue mich auf den Kontakt mit Ihnen und auch auf viele Kommentare, Hinweise oder was auch immer.

Bleiben Sie munter und wandlungsfähig!
Ihr Björn Harder

Der mbh-Impuls zum Wochenende

In dieser Woche hatte ich das riesige Vergnügen mich mit einem geschätzten Kollegen zum Frühstück treffen zu können. Unser letztes Treffen ist rund 2 Jahre her, aber trotzdem fühlte es sich so an, als ob wir direkt an gestern anknüpfen würden. Wieder mal mussten wir (sehr erfreut übrigens) feststellen, wie gleich wir uns doch in vielen Werten, Ansichten usw. sind. Aber wie ist das denn allgemein? Sind wir Menschen uns so gleich?

Die Auswahl des heutigen Zitates lässt ja schon ein wenig hinter meine gedanklichen Kulissen schauen. Wir sind gleich, aber dann auch wieder doch nicht. Es kommt darauf an, würde ein anderer Kollege von mir weise sagen.

Zeit seines Lebens versucht jeder Mensch sein Bild von Individualität zu entwickeln und zu leben. Dabei schauen wir auch gern auf andere und picken uns Elemente deren Individuums heraus und versuchen dies bei uns zu integrieren. Vorbildern nacheifern, so würde ich dies anders formulieren. Lernen durch Nachahmen würden andere sagen.

Ein absoluter Urquell in unserer persönlichen Entwicklung und ein ganz elementarer Bestandteil der menschlichen Evolution.

Ein zweiter Aspekt dabei ist aber auch Prägung. Erlebtes aus unserem Elternhaus, der Freundesclique, dem Arbeitsumfeld und vielem mehr formt uns ebenso und macht auch einen wesentlichen Teil unserer Individualität aus.

So entsteht ein ganz individueller Mix, eine ganz besondere Mischung in jedem von uns. Das Spannende daran ist auch, dass dieser Mix nicht irgendwann zu Ende erstellt ist, diese Mischung wird jeden Tag neu durchgerührt und erweitert, verändert und geschärft.

Jeder von uns ist eine individuelle Herausforderung für seine Mitwelt. Je mehr der Mix mit der Mischung bei einem anderen Menschen übereinstimmt, desto mehr sprechen wir von Gleichartigkeit, von dem Gefühl „wir sind gleich“, aber wir dürfen dabei nicht vergessen – wir haben auch Seiten, die uns unterscheiden – und die sind wichtig und richtig.

Mein Kollege und ich haben bei unserem Frühstück viel darüber geredet, was die letzten Monate mit uns ganz individuell gemacht haben, vor allem, was menschlich in uns passiert ist, welchen Einfluss die pandemischen Rahmenbedingungen auf unsere Wertsysteme genommen haben.

Wir haben dabei festgestellt, dass wir vielfach in dieselbe Richtung schreiten, aber mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, aufgrund unterschiedlicher Auslöser und auch mit verschiedener Konsequenz. Wir haben die Gleichartigkeit, aber auch die Unterschiedlichkeit (wert)geschätzt und geachtet. Das war wirklich schön und vor allem bereichernd.

Auf dem Rückweg war ich immer noch viel in Gedanken, weil mein Kollege auch viele Saiten in mir angeschlagen hatte, auf die ich lange nicht gehört habe, deren Töne und Harmonien mir entfallen waren. Auch heute bin ich noch viel am Überlegen und trotz der selbst verordneten Ruhepause (siehe den gestrigen Blog), bringt es mich dazu voller Freude diese Zeilen zu schreiben.

Wann hast Du/haben Sie zum letzten Mal ein so wertschätzendes Gespräch gehabt? Ich kann nur sagen – es war ein wunderbarer warmer Emotionsregen, der wieder Kraft geschaffen hat, die ich in der restlichen selbst genommenen freien Zeit weiter pflegen werde. Aber auch das Denken wird weitergehen, denn auch da bin ich noch lange nicht am Ende angekommen.

Wenn Du Dir/Sie sich mal die Zeit für einen solchen Kraftquell nehmen wollen (und das sollten Sie tun!), dann braucht es einen Partner. Wollen wir sprechen?

Ich wünsche allen ein wundervolles Wochenende.

Darf ich das? Jetzt eine kleine Pause…

Ich habe heute keine Lust! Keine Lust auf Arbeit, keine Lust auf Tippen, eigentlich keine Lust zu allem. Wie passt denn das mit dem Bild des Selbstständigen zusammen? Ich mache doch das, was ich mir ausgesucht habe, was mir Spaß macht und doch habe ich keinen Bock? Darf ich das? Ein paar Gedanken dazu…

Wie waren meine letzten Wochen denn so? Beginnen wir gedanklich einfach mal mit dem Lockdown…
Die 72 Stunden danach waren die Unangenehmsten meines Lebens. In diesen 72 Stunden verlor ich 98% meines Auftragsbestandes. Per Email, per kurzem Anruf oder auf anderen Wegen, aber die Nachrichten waren nahezu durchgehend: Wir wollen nicht mehr…

Bei mir löste das eine gewaltige Trotzreaktion aus. Wenn nicht so, dann eben anders! In jeder Krise steckt eine Chance, Selbstständig heißt eben selbst und STÄNDIG, Kreative Lösungen werden jetzt gebraucht und all diese Mantras, mit denen ich mit meinen Klienten arbeite, griffen auch bei mir sofort ein und los ging die Reise.

Schnell einen PodCast aus dem Boden gestampft, Themen gesucht, WebPage aufgebaut und Zuhörer eingeworben. Parallel einen Blog aufgebaut und auch hier die Themen gespielt, die diese Zeit so mit sich bringt. Online-Trainings? Wie geht das? Also rein in Webinare, Trainings und vor allem sich mit der Technik vertraut machen…

Zeit war ja mehr als genug da und genau jetzt war doch die Zeit sich für die Zukunft aufzustellen. Corona ist der Einschnitt, Corona fordert auch von mir Veränderung, also suche ich mir einen oder mehrere neue Wege. Alles wird gut.

Und ja, alles das hatte seinen Sinn und Zweck und zeigt auch Erfolge. Die PodCast-Gemeinde wächst und so langsam klingt das Ganze auch entspannter. Die Themen sind richtig, so zeigen die Rückmeldungen, also weitermachen.

Auch der Blog führt zu Rückmeldungen, also auch positiv.

Zum Dritten der Wechsel auf Online-Angebote: Und auch hier erste kleine Erfolge, erste kleine Lichter am Horizont, die dazu auffordern den Weg weiter zu gehen.

Es ist genug Grund da, um zu sagen: alles richtig gemacht.

Und doch sitze ich heute hier in meinem Homeoffice an meinem Rechner und habe keinen Bock. Darf ich das? Darf ich das vor allem offen sagen? Was halten meine Leser und Follower in all den Sozialen Medien davon, wenn ich das hier so raushaue? Keine Ahnung, aber ich werde sicherlich Rückmeldungen dazu bekommen und das soll auch so sein… Ich freue mich sogar darauf und bin schon gewaltig gespannt…

Also – darf ich das ? Jetzt wo ich hier so vor mich hinschreibe, kommt die Gewissheit: JA, ich darf. Ich muss sogar. Wenn ich mit mir selbst ehrlich umgehen will, mich selbst wertschätzen will, mich selbst auch „nur als Menschen“ sehe, dann gehört auch diese Seite zu mir.

In den letzten Wochen habe ich an unterschiedlichen Stellen davon gesprochen, geschrieben, gepostet usw., dass Führungskräfte Verständnis für Erschöpfung und Unlust Ihrer Mitarbeiter*innen haben sollen. Mal Durchschnaufen lassen, nicht immer nur antreiben und vor allem hinterfragen, warum dieser Zustand bei den Mitabeiter*innen so ist.

Ja, solche Zustände können und dürfen im beruflichen Kontext nicht auf Dauer anhalten, aber mal darf das so sein. Irgendwann ist einfach mal die Luft raus, jeder muss mal durchschnaufen, denn die Umstände rund um Corona kosten uns alle massig Kraft.

Auch mich, wenn ich mir das ehrlich eingestehe. Vier Monate Vollgas mit dem Neuen, Sorge um die wirtschaftliche Existenz, Family-Homeoffice mit allen Rahmenbedingungen und alles was sonst noch so da war. Genau heute, hier und jetzt ist der Akku einfach leer.

Wenn ich so in mich hereinhöre, dann ist der Reiz des Neuen immer noch ungebrochen. Ich habe immer noch viel Interesse an und fühle mich auch immer noch wohl mit den Schritten, die ich gegangen bin. Der Weg wird fortgesetzt werden, aber erstmal gönne ich mir eine kurze Verschnaufpause.

Nein, kein Urlaub, der fällt immer noch aus unterschiedlichsten Gründen aus, aber einfach mal eine Woche um Luft zu holen, einfach mal faul zu sein, neue Kraft und Ideen zu schöpfen.

Also liebe Lesergemeinde, liebe Follower, liebe Interessierte – für eine Woche ist jetzt Pause. Nur was sowieso schon fertig war und ist, wird auch veröffentlicht. Aber alles Andere fällt aus.

Umso spannender wird wohl die neue Zeit. Für uns alle…

Darf ich das? Ja – ich bin dann mal eine Woche „weg“…

Liebe Grüße und bis in Kürze
Björn Harder