Der mbh-Impuls zur neuen Woche

Träume sind doch unerreichbar. Die lassen sich nicht verwirklichen! So eine ganz oft verbreitete Haltung. Unser heutiges Zitat zeigt eine andere Lösung für diese Fragestellung auf. Sind Träume doch nicht nur „Schäume“?

„Kind, hör auf zu träumen“ – wer von uns hat diesen Satz in seinem Leben noch nicht zu hören bekommen. Manchmal nur, um uns in die Realität zurückzubringen, weil wir ansonsten gefährdet gewesen wären, aber manchmal auch, um uns aufzeigen zu wollen, dass unsere Fantasie nicht Realität werden könnte.

Aber sind Träume wirklich unerreichbar? Nein, sind Sie nicht!

Wie viele Menschen haben sich schon Träume verwirklicht? Sehr viele! Eines ist Ihnen dabei gemeinsam – sie haben die Idee an sich nie aufgegeben.

Der Weg, der dann aber zur Verwirklichung geführt hat, ist ganz unterschiedlich. Einige haben es Step-by-Step gemacht, so wie unser Zitat es vorschlägt, andere haben weit über den Horizont hinausgedacht, alles auf eine Karte gesetzt und es gewagt und waren so erfolgreich.

Damit ist allen Traumerfüllern aber noch etwas gemeinsam: Sie haben gehandelt und nicht nur geträumt.

Welcher Weg für Sie der Richtige ist, wissen wir nicht, aber auch Sie haben, wie jeder oder jede andere auch, eine Chance darauf Ihren Traum zu verwirklichen.

Hören Sie nicht auf zu träumen, aber kombinieren Sie es mit einem Handeln im Hier-und-Jetzt – entweder auf Sicht oder mit vollem Risiko. Es ist Ihr Weg und wenn Sie erstmal anfangen, wird alles weitere sich nach und nach ergeben.

Was ist Ihr Traum? Wir sind schon ganz gespannt!
Vielleicht wollen Sie es uns ja verraten!

Eine wunderbare Traumwoche wünscht Ihnen

Ihre managementberatung björn harder

Der mbh-Impuls zum Wochenende

Als mir heute dieses Zitat über den Weg lief, fühlte ich mich gleich an den Impuls für diese Woche und an meine Sätze zum Thema Neugierde erinnert. Die Neugierde lockt uns, aber was verhindert „die Beseitigung des Alten“? Wir runden die Woche einmal gedanklich ab.

Mein Impuls an Euch, liebe Leser, war, seid mutig und tragt Eure Idee voran. Macht Euch zum „Spinner“ (so ja eine Bezeichnung aus dem Zitat). Wer von Euch hat den Impuls genommen und umgesetzt? Wer von Euch hat dabei etwas erreicht? Ich hoffe und wünsche mir natürlich, dass das ganz viele waren.

Wer es gemacht hat, wird festgestellt haben, es ist nicht besonders schwierig erstmal Gehör zu finden, also einen oder mehrere Gesprächspartner, die sich die Idee anhören. Die Neugierde von uns Menschen ist einfach viel zu groß dafür. Und im Kern will uns diese Neugierde auch dazu verleiten, diese Dinge, diese Ideen einfach mal auszuprobieren.

Ganz oft passiert das auch. Wir testen, stellen fest, es klappt meist nicht auf Anhieb, die Ernüchterung setzt ein verbunden mit der Erkenntnis, dass das ja Arbeit wird, das anzupassen und neu zu versuchen.

Und auch bei den nicht arbeitsscheuen Menschen setzt jetzt etwas ein, was uns die Probleme beim Aufgeben der alten Ideen macht… Unser Gehirn.

Die „alten Ideen“ aus dem Zitat möchte ich hier einmal frei als „Gewohntes“ oder „in Routinen gespeichertes Wissen“ interpretieren.

Unser Gehirn speichert Abläufe oder überhaupt abrufbares Wissen in bestimmten Routinen bzw. Verknüpfungen im biologischen Geflecht unserer Nervenzellen ab. Eine Aufgabe von Wissen bzw. Routinen bedeutet also rein organisch einen Umbau von Nervenverknüpfungen.

Umbaumaßnahmen, und das kann jeder bestätigen, der einmal in seinem Haus umgebaut oder renoviert hat, verbraucht zusätzliche Energie, hier aus Sicht des Gehirns sogar mit eher ungewissem Ausgang, also größerer Gefahr der Energieverschwendung.

Und wenn unser Gehirn, unsere gesamte Biologie eines hasst, dann ist es Energieverschwendung. Also wird Verschwendung blockiert. Es werden hohe Hürden aufgebaut, um diese Veränderung einzuleiten bzw. es werden vielzählige Bestätigungen eingefordert, dass das Neue doch gut und richtig ist.

Dagegen können wir uns jetzt einmal ganz einfach und wenig wissenschaftlich ausgedrückt gar nicht oder nur ganz eng begrenzt wehren, denn Biochemie ist nun einmal Biochemie und Biologie, sprich Evolution ist nun mal Evolution…

Alte Ideen aufgeben, heißt also, aktiv gegen seine eigene Biochemie ankämpfen, wenn mir dieses drastisch vereinfachte und zugespitzte Bild gestattet sei.

Wer von Euch kann sich noch daran erinnern, wieviel Übung und Wiederholungen es brauchte, bis wir Fahrradfahren oder Autofahren erlernt hatten. Das waren viele, viele Versuche, bis das Neue verankert war.

Dasselbe spielt sich bei der Verankerung neuer Ideen ab. Es braucht Wiederholung, es braucht Übung, es braucht Zeit. Nicht weil Menschen unveränderbar sein wollen, sondern weil die Biologie es gar nicht anders zulässt.

Der schwere Kampf ist also im Zweifel der mit der Geduld. Der eigenen oder fremder Geduld, wenn etwas umgesetzt werden soll. Und den „Kampf“ gewinnen wir nur mit Geduld, Beharrlichkeit und ständiger Wiederholung/Übung.

Mein Impuls zum Wochenende für Euch ist genau dieser:
„Wieviel Geduld wird bei fairem Handeln auf beiden Seiten noch erforderlich sein, damit Eure neue Idee Realität wird?“

Hand aufs Herz und so objektiv wie möglich eingeschätzt, gewinnt ihr wieder eine Handlungsfähigkeit, um Eurer Idee wieder Umsetzungsfähigkeit einzuhauchen und voran zu kommen.

5 min Nachdenken – das ist Eure Idee doch gewiss wert.

5 min Nachdenken, warum ihr ggf. bei einer Umsetzung noch nicht so vorankommt, wie ihr ggf. wollt – das ist gut investierte Zeit an diesem Wochenende.

Ich wünsche Euch gute Erkenntnisse und Zugewinn an Handlungsfähigkeit!

Björn Harder

Was.War.Das.Denn?

Ocean Wave

Wow, was für 3 Wochen… Wie eingespannt man war, merkt man immer erst im Rückspiegel. Und meiner fiel heute drastisch aus. Aber das waren auch fast drei Wochen mit dem Fuß komplett auf dem Gaspedal und vor allem Pedal bis auf’s Blech durchgedrückt. War das gut oder war das schlecht? Eine kleine persönliche Betrachtung…

Ich sollte mich als Selbstständiger doch freuen. Aufträge! Und das in Zeit von Corona. Und ja, ich freue mich auch. Die letzten Wochen waren interessant, gut, herausfordernd, wirtschaftlich durchaus lohnend und ich war in der Breite meines Wissens und Könnens gefordert. Was kann Mensch in seiner Arbeitswelt mehr wollen? Viele in unserem Wirtschaftsleben würden sich freuen, wenn sie wieder mal überhaupt etwas hätten und ich „klage“ über bunte Wochen? Nein, ganz bestimmt nicht, aber aus allen Zeiten gibt es etwas zu lernen, zu beobachten und abzuleiten.

Ich habe das Bild zum heutigen Beitrag sehr bewusst ausgewählt und möchte dies auch als bildliche Metapher für meine Wochen nutzen.

Das Leben rollte wieder auf mich zu und hatte soviel Kraft, dass es mich wie auf einer Fontäne in die Luft geworfen hat. Denn es kam nicht nur beruflich, nein, auch privat, im Freundeskreis, im Persönlichen und an vielen weiteren Ecken auf einmal. Keine Vorwarnung, kein Luftholen, kein Links und Rechts, sondern wie von externer Hand geführt massiv herumgewirbelt.

Der Satz „Leben heißt Veränderung“ hätte auch eine passende Überschrift abgegeben, aber auch wenn mich Germanisten jetzt hassen werden (oder vielleicht auch nur den Kopf schütteln) – genau so muss die Überschrift heute sein!

Wer mich kennt weiß, dass ich ein hochemotionaler, aber auch sehr strukturierter und organisierter Mensch bin. Meine berufliche Organisation leite ich schon rein optisch immer an meinem Eingangskorb im Mailaccount ab. Dort herrscht ein gern gesehener Clean-Desk. Was abgearbeitet ist, kommt in die Archivordner, was noch „aktiv“ ist, bleibt stehen.

Ich habe über die letzten Tage und Wochen GESEHEN, dass die Liste sich füllt, Themen nicht abgeschlossen sind und ich schlussendlich, Stand heute, ZWEI volle Bildschirmseiten als Inbox habe. Andere werden mich jetzt anlächeln und sagen: sei froh, es sind nur zwei, aber ich für mich sage: geht gar nicht…

Es sind Aufgaben darunter, die wären auch bei „perfektem Verlauf“ noch offen, weil es einfach nur langsam vorangeht, aber es sind auch Themen darunter, die ich in diesem Blog und vor allem auch in meinem PodCast unter www.wasunternehmen.tips verarbeiten wollte. Denn was ist dort passiert? GAR NICHTS! Und das ist maximal doof.

In meinem PodCast habe ich meinen Hörern eine bestimmte Veröffentlichungsfrequenz versprochen und auch von meinem Blog weiß ich, dass dieser inzwischen gern und vor allem regelmäßig gelesen wird. Insbesondere die Wochenimpulse finden viele dankbare Abnehmer*innen und ich bekomme dazu viele Rückmeldungen. Auch hier herrscht, um mal im maritimen Bild zu bleiben, dauerhafte Ebbe. Passend zur Wasserknappheit, die uns die Hitze der letzten Wochen in vielen Regionen beschert hat.

Aber nicht nur für meine Leser und meine Hörer, sondern vor allem auch für mich ist dies ein Kanal nach außen , um Themen, die mich bewegen, die mir wichtig sind, die ich für die Wirtschaft aktuell für relevant halte, aufzubereiten, zu positionieren und erkennbar zu machen.

Meine Corona-Zeit habe ich bewusst genutzt, um mich zu sortieren und auch, um mir selbst eine Vorstellung davon zu machen, wie ich denn den Wiederanlauf meines Unternehmens gestalten möchte. Das beinhaltete auch eine Prioritätensetzung, den Einbezug neuer Themen, Methoden, Instrumente und der aufmerksame Leser wird sich auch noch an meinen Ausruf der 4-Tage-Woche erinnern, die ich nutzen wollte, um eben nicht mehr „unter die Räder“ zu kommen, nicht wieder energielos zu sein.

Aber kaum kommt die erste Welle, was passiert? Alles löst sich in Schall und Rauch auf, das Hamsterrad ist wieder voll da. Da frage ich mich doch zurecht selbst: Was habe ich da gemacht?

Diese Frage stelle ich regelmäßig meine Klienten, also muss ich diese auch gegen mich gelten lassen. Und die Antwort ist genauso einfach wie bei meinen Klienten: Ich habe mich nicht an die selbst gesetzten Regeln gehalten. Ich habe mich (wieder mal) hinten angestellt und bin mit meinen Kunden zusammen, mit meiner Umwelt, mit allem, was da kam voll nach vorne gegangen. Alte Muster übernahmen sofort wieder das Regime und mein inneres Team folgte sofort wieder der alten Zusammensetzung.

Wer bin ich und wenn ja wieviele – kann ich heute aus dem Rückspiegel ganz genau beantworten. Das gefällt mir noch nicht, also muss ich weiter hart daran arbeiten, aber es zeigt mir auch wieder etwas anderes: Ich bin Mensch!

Und das ist auch gut so!

Der Mensch in mir setzt sich wieder Ziele und versucht es eben nochmal. „Aufgeben“ gilt nicht, ist einfach keine Option…

Meine Anfangsfrage war: Ist das gut oder ist das schlecht? Und wie immer liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen, denn wie immer gibt es positive und negative Aspekte, je nachdem aus welcher Brille man schaut, welche Facette man betrachtet.

Was können wir jetzt aber alle wieder daraus lernen? Eine kurze und sicher nicht abschließende Aufzählung:

a) Jeder Plan hält nur bis zum ersten „Feindkontakt“
b) Wir können Pläne überarbeiten und neu ansetzen
c) Auch Profis sind Menschen, machen „Fehler“ und gerade deswegen können aus der Erfahrung helfen und wirklichen Nutzen bringen
d) Der Blick in den Rückspiegel ist und bleibt ganz wichtig
e) Man muss sich schon selbst ernst nehmen, wenn man etwas verändern will
f) … ich könnte wahrscheinlich stundenlang so weiter machen…

Was ist denn mit Ihrer Welt/Ihrem Rückspiegel? Lohnt sich auch dort mal genau jetzt der kritische Blick hinein? Was ist aus Ihren Zielen und Prioritäten geworden.
Wir alle sind Menschen und unsere Chance liegt in der Entwicklung.

Wollen wir gemeinsam daran arbeiten und was kann ich von Ihnen lernen? Auch eine spannende Frage…

Ich freue mich auf den Kontakt mit Ihnen und auch auf viele Kommentare, Hinweise oder was auch immer.

Bleiben Sie munter und wandlungsfähig!
Ihr Björn Harder

Der mbh-Impuls zum Wochenende

In dieser Woche hatte ich das riesige Vergnügen mich mit einem geschätzten Kollegen zum Frühstück treffen zu können. Unser letztes Treffen ist rund 2 Jahre her, aber trotzdem fühlte es sich so an, als ob wir direkt an gestern anknüpfen würden. Wieder mal mussten wir (sehr erfreut übrigens) feststellen, wie gleich wir uns doch in vielen Werten, Ansichten usw. sind. Aber wie ist das denn allgemein? Sind wir Menschen uns so gleich?

Die Auswahl des heutigen Zitates lässt ja schon ein wenig hinter meine gedanklichen Kulissen schauen. Wir sind gleich, aber dann auch wieder doch nicht. Es kommt darauf an, würde ein anderer Kollege von mir weise sagen.

Zeit seines Lebens versucht jeder Mensch sein Bild von Individualität zu entwickeln und zu leben. Dabei schauen wir auch gern auf andere und picken uns Elemente deren Individuums heraus und versuchen dies bei uns zu integrieren. Vorbildern nacheifern, so würde ich dies anders formulieren. Lernen durch Nachahmen würden andere sagen.

Ein absoluter Urquell in unserer persönlichen Entwicklung und ein ganz elementarer Bestandteil der menschlichen Evolution.

Ein zweiter Aspekt dabei ist aber auch Prägung. Erlebtes aus unserem Elternhaus, der Freundesclique, dem Arbeitsumfeld und vielem mehr formt uns ebenso und macht auch einen wesentlichen Teil unserer Individualität aus.

So entsteht ein ganz individueller Mix, eine ganz besondere Mischung in jedem von uns. Das Spannende daran ist auch, dass dieser Mix nicht irgendwann zu Ende erstellt ist, diese Mischung wird jeden Tag neu durchgerührt und erweitert, verändert und geschärft.

Jeder von uns ist eine individuelle Herausforderung für seine Mitwelt. Je mehr der Mix mit der Mischung bei einem anderen Menschen übereinstimmt, desto mehr sprechen wir von Gleichartigkeit, von dem Gefühl „wir sind gleich“, aber wir dürfen dabei nicht vergessen – wir haben auch Seiten, die uns unterscheiden – und die sind wichtig und richtig.

Mein Kollege und ich haben bei unserem Frühstück viel darüber geredet, was die letzten Monate mit uns ganz individuell gemacht haben, vor allem, was menschlich in uns passiert ist, welchen Einfluss die pandemischen Rahmenbedingungen auf unsere Wertsysteme genommen haben.

Wir haben dabei festgestellt, dass wir vielfach in dieselbe Richtung schreiten, aber mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, aufgrund unterschiedlicher Auslöser und auch mit verschiedener Konsequenz. Wir haben die Gleichartigkeit, aber auch die Unterschiedlichkeit (wert)geschätzt und geachtet. Das war wirklich schön und vor allem bereichernd.

Auf dem Rückweg war ich immer noch viel in Gedanken, weil mein Kollege auch viele Saiten in mir angeschlagen hatte, auf die ich lange nicht gehört habe, deren Töne und Harmonien mir entfallen waren. Auch heute bin ich noch viel am Überlegen und trotz der selbst verordneten Ruhepause (siehe den gestrigen Blog), bringt es mich dazu voller Freude diese Zeilen zu schreiben.

Wann hast Du/haben Sie zum letzten Mal ein so wertschätzendes Gespräch gehabt? Ich kann nur sagen – es war ein wunderbarer warmer Emotionsregen, der wieder Kraft geschaffen hat, die ich in der restlichen selbst genommenen freien Zeit weiter pflegen werde. Aber auch das Denken wird weitergehen, denn auch da bin ich noch lange nicht am Ende angekommen.

Wenn Du Dir/Sie sich mal die Zeit für einen solchen Kraftquell nehmen wollen (und das sollten Sie tun!), dann braucht es einen Partner. Wollen wir sprechen?

Ich wünsche allen ein wundervolles Wochenende.

Darf ich das? Jetzt eine kleine Pause…

Ich habe heute keine Lust! Keine Lust auf Arbeit, keine Lust auf Tippen, eigentlich keine Lust zu allem. Wie passt denn das mit dem Bild des Selbstständigen zusammen? Ich mache doch das, was ich mir ausgesucht habe, was mir Spaß macht und doch habe ich keinen Bock? Darf ich das? Ein paar Gedanken dazu…

Wie waren meine letzten Wochen denn so? Beginnen wir gedanklich einfach mal mit dem Lockdown…
Die 72 Stunden danach waren die Unangenehmsten meines Lebens. In diesen 72 Stunden verlor ich 98% meines Auftragsbestandes. Per Email, per kurzem Anruf oder auf anderen Wegen, aber die Nachrichten waren nahezu durchgehend: Wir wollen nicht mehr…

Bei mir löste das eine gewaltige Trotzreaktion aus. Wenn nicht so, dann eben anders! In jeder Krise steckt eine Chance, Selbstständig heißt eben selbst und STÄNDIG, Kreative Lösungen werden jetzt gebraucht und all diese Mantras, mit denen ich mit meinen Klienten arbeite, griffen auch bei mir sofort ein und los ging die Reise.

Schnell einen PodCast aus dem Boden gestampft, Themen gesucht, WebPage aufgebaut und Zuhörer eingeworben. Parallel einen Blog aufgebaut und auch hier die Themen gespielt, die diese Zeit so mit sich bringt. Online-Trainings? Wie geht das? Also rein in Webinare, Trainings und vor allem sich mit der Technik vertraut machen…

Zeit war ja mehr als genug da und genau jetzt war doch die Zeit sich für die Zukunft aufzustellen. Corona ist der Einschnitt, Corona fordert auch von mir Veränderung, also suche ich mir einen oder mehrere neue Wege. Alles wird gut.

Und ja, alles das hatte seinen Sinn und Zweck und zeigt auch Erfolge. Die PodCast-Gemeinde wächst und so langsam klingt das Ganze auch entspannter. Die Themen sind richtig, so zeigen die Rückmeldungen, also weitermachen.

Auch der Blog führt zu Rückmeldungen, also auch positiv.

Zum Dritten der Wechsel auf Online-Angebote: Und auch hier erste kleine Erfolge, erste kleine Lichter am Horizont, die dazu auffordern den Weg weiter zu gehen.

Es ist genug Grund da, um zu sagen: alles richtig gemacht.

Und doch sitze ich heute hier in meinem Homeoffice an meinem Rechner und habe keinen Bock. Darf ich das? Darf ich das vor allem offen sagen? Was halten meine Leser und Follower in all den Sozialen Medien davon, wenn ich das hier so raushaue? Keine Ahnung, aber ich werde sicherlich Rückmeldungen dazu bekommen und das soll auch so sein… Ich freue mich sogar darauf und bin schon gewaltig gespannt…

Also – darf ich das ? Jetzt wo ich hier so vor mich hinschreibe, kommt die Gewissheit: JA, ich darf. Ich muss sogar. Wenn ich mit mir selbst ehrlich umgehen will, mich selbst wertschätzen will, mich selbst auch „nur als Menschen“ sehe, dann gehört auch diese Seite zu mir.

In den letzten Wochen habe ich an unterschiedlichen Stellen davon gesprochen, geschrieben, gepostet usw., dass Führungskräfte Verständnis für Erschöpfung und Unlust Ihrer Mitarbeiter*innen haben sollen. Mal Durchschnaufen lassen, nicht immer nur antreiben und vor allem hinterfragen, warum dieser Zustand bei den Mitabeiter*innen so ist.

Ja, solche Zustände können und dürfen im beruflichen Kontext nicht auf Dauer anhalten, aber mal darf das so sein. Irgendwann ist einfach mal die Luft raus, jeder muss mal durchschnaufen, denn die Umstände rund um Corona kosten uns alle massig Kraft.

Auch mich, wenn ich mir das ehrlich eingestehe. Vier Monate Vollgas mit dem Neuen, Sorge um die wirtschaftliche Existenz, Family-Homeoffice mit allen Rahmenbedingungen und alles was sonst noch so da war. Genau heute, hier und jetzt ist der Akku einfach leer.

Wenn ich so in mich hereinhöre, dann ist der Reiz des Neuen immer noch ungebrochen. Ich habe immer noch viel Interesse an und fühle mich auch immer noch wohl mit den Schritten, die ich gegangen bin. Der Weg wird fortgesetzt werden, aber erstmal gönne ich mir eine kurze Verschnaufpause.

Nein, kein Urlaub, der fällt immer noch aus unterschiedlichsten Gründen aus, aber einfach mal eine Woche um Luft zu holen, einfach mal faul zu sein, neue Kraft und Ideen zu schöpfen.

Also liebe Lesergemeinde, liebe Follower, liebe Interessierte – für eine Woche ist jetzt Pause. Nur was sowieso schon fertig war und ist, wird auch veröffentlicht. Aber alles Andere fällt aus.

Umso spannender wird wohl die neue Zeit. Für uns alle…

Darf ich das? Ja – ich bin dann mal eine Woche „weg“…

Liebe Grüße und bis in Kürze
Björn Harder

Der mbh-Impuls zum Wochenende

20200703 - Impuls zum WE

„Ich mach mir die Welt, wie Sie mir gefällt!“ sagt auch Pipi Langstrumpf, die allseits beliebte Kinderbuchfigur von Astrid Lindgren. Da ist tatsächlich etwas Wahres dran. Wie wir unsere Welt wahrnehmen, bestimmen wir tatsächlich selbst. Warum das so ist und wie sich das beeinflussen lässt, ist eine durchaus spannende Geschichte!

Es liegt an den Filtern, den Brillen, die wir gerade aufhaben. Diese Filter werden bestimmt durch unsere aktuellen Bedürfnisse, Bedarfe, Interessen und auch Stimmungen. Unser Gehirn neigt dazu, nach Bestätigung für das zu suchen, was es für sich selbst gerade festgelegt hat, bzw. was wir für uns gesetzt haben.

Ein Beispiel dazu: Wir haben uns dazu entschlossen ein bestimmtes Auto zu kaufen. Plötzlich sehen wir dieses vermehrt im Straßenverkehr. Das liegt bestimmt nicht an plötzlichen Spontanzulassungen der anderen Verkehrsteilnehmer. Vielmehr haben wir unsere Wahrnehmungsfilter geändert und andere Impulse aus unserer Umwelt werden in unser Bewusstsein transportiert. Der Modus des Wegfilterns im Unterbewusstsein funktioniert plötzlich anders.

Sprich, wenn wir wollen, das etwas so ist, dann bietet uns unser Gehirn immer mehr von genau diesen Wahrnehmungen an – die Welt ist dann also genauso wie wir. Anders kann nicht sein.

In einer ungesunden Form erleben wir das bei Menschen in Ihren Bubbles in sozialen Medien. Wir suchen uns diese Bubbles aus einer gewissen Grundstimmung heraus, nämlich dem Filter: Die sind ja so wie ich…
Ab dann beginnt aber die selbsterfüllende Prophezeiung. Weil wir immer nur dieselben Echos in dieser Kammer bekommen, verstärkt sich unser Filter, unsere Ansicht immer weiter. Schließlich kommen wir gar nicht mehr auf die Idee, dass es anders sein könnte. ALLE sagen ja dasselbe, dann muss es ja richtig sein.

Wenn wir das ändern wollen, bedarf einer echten Entscheidung, einer aktiven Beeinflussung und Veränderung unserer Filter, unserer Echokammern. Aber das ist schwer, weil Bestätigung unserem Gehirn viel besser gefällt, als Veränderung. Bestätigung heißt Beibehaltung der Routine und das ist nun mal leichter, als Umbaumaßnahmen.

Für einen Unternehmer, im Kern auch für jeden Menschen, ist es aber zumindest risikoreich in solchen Filtersystemen stecken zu bleiben. Man übersieht Entwicklungen, die außerhalb der Echokammer stattfinden und Einfluss auf das Unternehmen bekommen können. Man verliert Chancen.

Chancen sind aber genau das, was Unternehmer nutzen möchten, an dem sie mit ihrem Unternehmen, ihrer Idee wachsen können.

Also kommen Sie raus aus Ihrer Echokammer, wenn Sie denn einen Blick wagen wollen. Es ist Ihr Filter und Ihr Recht auf eigene Wahrnehmung.

Coaches helfen dabei, Filter zu verändern, den Blick wieder zu öffnen und wieder Chancen wahrzunehmen. Das ist doch mal einen Gedanken wert, oder?

Interessiert an mehr Chancen, nur aufgrund anderer Filter? Dann melden Sie sich bei mir.
Alle Kontaktdaten finden Sie hier.

Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen Ihre managementberatung björn harder

Der mbh-Impuls zur neuen Woche

Impuls 22.06.2020

Ganz häufig versuchen wir in unserem Leben anderen nachzueifern, weil wir sie als gutes Vorbild erachten. Aber wenn wir über diese Vorbilder hinauswachsen wollen, dann müssen wir Ihre Fußspuren verlassen und eigene Wege gehen.

Welches sollen Ihre Wege sein? Welche Fußspuren müssen Sie verlassen?

Lassen Sie uns drüber sprechen. Wir begleiten Sie gern.

Eine erfolgreiche Woche wünscht Ihnen
Björn Harder