mbh-Impuls 5: Online-Müdigkeit

mbh-Impuls 5: Online-Müdigkeit

Eine neue Welle schwappt durch das Land, der wir uns mit dem mbh-Impuls 5: Online-Müdigkeit widmen wollen. Auch bezeichnet als „Zoom-Fatique“ wird das Thema Online-Müdigkeit immer stärker und größer. Anfangs getragen von großer Euphorie kommt das Pendel jetzt zurück und wir können „online“ langsam nicht mehr hören oder sehen. Wie kann es trotzdem gehen, oder wie können wir uns jetzt darin bewegen? Dazu mehr in unserem mbh-Impuls 5.

Es erreicht immer mehr von uns. Das Gefühl von Genervtheit und Abneigung gegen den Bildschirm, begleitet von Einsamkeitsgefühlen und dem Hauch von Ausgeliefertsein. Willkommen in der Online-Müdigkeit oder auch Zoom-Fatique. Erstmals beschrieben wurde diese Müdigkeit im Harvard Business Manager.

Es trifft alle, egal ob Mann oder Frau, aber es trifft vor allem eben „Wissensarbeiter“, also diejenigen, bei denen Homeoffice möglich ist. Online-Müdigkeit ist ein Thema aller. Auch in unserer Gesellschaft sind das viele und mit den aktuellen Appellen der Politik an die „Verantwortung der Unternehmen zur Begrenzung der Pandemie“ werden es wohl nochmal mehr werden.

Online und Homeoffice – entliebt und entzaubert

Die letzte Woche war für mich ein Wechselbad der Gefühle zum Thema mobiles Arbeiten. Mit über 50 Stunden Onlinearbeit war die Woche prall gefüllt. Von Teilnehmer bis Ausrichter war alles dabei, was man an Rollen so im Online-Video-Geschäft haben kann. Und am Ende der Woche war ich platt, online-müde.

Hier war auch der Gedanke für den heutigen mbh-Impuls 5: Online-Müdigkeit geboren.

Aber die Effekte gehen noch weiter. Noch zu Beginn des Jahres war es fast ein Genuss sich mit seinem Notebook in ein Café zu setzen und dort zu arbeiten. Heute frage ich mich ernsthaft, ob ich das noch wirklich wollen würde. Ja, die Frage ist spekulativ, denn es ist ja kein Café geöffnet, aber die Gewissheit bleibt trotzdem. Heute würde ich das Café lieber als privat genießen und nicht mit Arbeit kombinieren…

Online ist das neue Offline

So wirkt es zumindest. Für viele ist online arbeiten immer noch die 1:1 Übersetzung der bisherigen Präsenzarbeit, nur eben mit einem Bildschirm vor der Nase. Gleiche Strukturen, gleiche Vorgehensweisen, gleiche Monologe, …

So funktioniert das nicht. Das erzeugt Stress. Und dauerhafter Stress erzeugt Müdigkeit, denn wir können nicht nur auf höchster Flamme brennen.

Das (verordnete) Homeoffice wirft also seine Schatten. Viele Themen wie Einsamkeit, schwierige Wohnverhältnisse, technische Unterschiede werden wie unter dem Brennglas verstärkt aufgezeigt. Damit erklären sich auch die unterschiedlichen Zeitpunkte der Online-Müdigkeit. Wer gern zuhause ist, ein positives Umfeld hat, der wird auch eher gern online arbeiten.

Hinzu kommt, dass auch immer mehr wirklich gute und kreative Lösungen entstehen und verfolgt werden, wie den Online-Effekten entgegen gearbeitet werden kann. Diese Lösungen finden sich aber auch eher bei Menschen, die schon onlineaffin sind. Da ist es einfach der Weg ins nächste Level. Für andere ist es echte Entwicklung, die aber nicht unterstützt wird.

Was hilft gegen Online-Müdigkeit?

Auch wenn der Name Zoom-Fatique es vielleicht anbietet. Der Wechsel auf ein anderes Videotool schon mal gar nicht…

Das entschärft die immer mehr explosivere Mischung, der wir uns gegenüber sehen nämlich nicht. Und online bleibt auch online.

Können wir aber weg von online, wieder mehr hin zu offline? Wohl eher auch nicht, denn hier macht uns Wissenschaft und Politik auch keine Hoffnung. Der Tenor klingt eher nach: es wird noch stärker werden.

Also bleibt nur die Möglichkeit das Verhalten in der Onlinewelt zu verändern.

Vielleicht können dazu ja die nachfolgenden Tipps helfen:

  1. Entwickelt neue und kürzere Meetingformate: Die meisten Organisationen übertragen ihre bisherigen Meeting-Formate einfach so ins Internet. Die Folge ist… Langeweile. Denn der Ermüdungseffekt ist online einfach viel größer.
  2. Betrachtet die Meetings iterativ, d.h. wertet immer wieder aus, was sich bewährt hat oder eben nicht.
  3. Schult Eure Wahrnehmung: Wann habt ihr das Bedürfnis einen Monolog mal zu unterbrechen? Tut es! Methoden wie Timeboxing helfen hierbei übrigens schon präventiv.
  4. Verbessert Ton und Bildschirmeinstellungen: Viel hat auch mit der schlechten Qualität von Monitor und Mikrofon zu tun. Die nervt nämlich einfach nur…
  5. Gönnt Euren Augen Pause: Der simulierte Blickkontakt, der kein wirklicher ist, führt zu einer großen Anstrengung.  Auch gern mal die Kamera ausschalten, wenn ihr sagt, warum ihr es tut. Das hilft.
  6. Macht die Konferenz zum Event: Mit der Online-Müdigkeit einher geht eine gewisse Nachlässigkeit in Sachen Äußerlichkeiten. Seht Online gehen auch als in Szene setzen, besser ohne Jogginghose und gerne gekämmt. Dadurch wird das Online-Treffen wieder wertvoller.
  7. Macht regelmäßig Laptop-Pause. Geht öfter raus, ohne Handy und Headset. Einfach nur raus! Einmal um den Block hat schon gute Effekte.
  8. Telefoniert öfter mal ohne Bildschirm. Die Konzentration kann sehr erholsam sein.
  9. Sprecht über eure Emotionen am Bildschirm. „Kotzt“ Euch dabei auch mal ordentlich aus! Danach geht es euch besser. Versprochen.

Unser mbh-Impuls 5: Online-Müdigkeit

Auch wenn Umarmungen mit nicht vorhandenen FFP-3-Masken etwas von einem Science-Fiction-Roman haben, der so surreal ist, dass ihn bisher niemand erdenken konnte – gebt nicht auf.

Und auch online kann man Menschen wirklich begegnen. Dazu auch ein paar Worte in unserem Blogbeitrag mbh-Impuls 2 Menschen begegnen. Das macht doch Hoffnung, oder?

Online-Müdigkeit muss also nicht sein, wenn wir wie bei allem die richtige Mischung finden und vor allem auch einen echten Wechsel zulassen. Jeder so wie er/sie/es kann.

Wie wäre es mal wieder mit einem guten alten Brief? Handgeschrieben! Just sayin…

Allen eine wundervolle Woche.

Eure managementberatung björn harder

Der mbh-Impuls zur neuen Woche

Der mbh-Impuls zur neuen Woche

Der mbh-Impuls zur neuen Woche greift unseren letzten Podcast #28 auf, der auch das Thema Werte bearbeitet hat.

Wir möchten Euch heute zur Reflektion einladen:

– Was hat der Podcast bei Euch ausgelöst?

– Seid Ihr tätig geworden?

– Was ist schon passiert?

– Was nicht?

Gute Wertearbeit kann richtig etwas leisten. Dazu ein kurzes Statement aus der Praxis:

Bei der Gewinnung neuer Mitarbeitenden hat unser Engagement für die Gemeinwohl-Ökonomie eine hohe Bedeutung.

Christine Miedl, Sparda Bank München eG

Der mbh-Impuls zur neuen Woche soll keine Aufforderung für die Gemeinwohl-Ökonomie sein. Wobei dies auch ein gutes Thema für Unternehmen ist.

Die Ausrichtung der Sparda-Bank hat etwas mit konsequenten Werten zu tun. Das Vorleben und seine Wirkung werden deutlich. Die Wirkung zeigt sich im steigenden „Krieg“ um die Talente unter den Beschäftigten.

Die Ausrichtung der Sparda Bank hat zur Folge, dass Werte des Unternehmens tatsächlich existieren. Diese stehen nicht nur auf dem Papier. Die Werte zeigen sich täglich und werden für die Mitarbeitenden konkret.

Dieses Erleben von Werten führt zu einer ganz bewussten Entscheidung der Mitarbeitenden und damit auch zu einer engeren Bindung ans Unternehmen.

Diese Bindung und ihr Ausstrahlen sind der Nutzen, den das Unternehmen aus der konsequenten und echten Wertearbeit zieht.

Echte Werte braucht das Land

Die Diskussion und das Leben echter Unternehmenswerte ist keine Modeerscheinung. Es wird ein viel stärkerer Wettbewerbsfaktor für Unternehmen werden, als bisher schon. Der Arbeitsmarkt ist dabei ein wichtiges Ziel. Aber auch bei den Produkten wird künftig mehr danach entschieden werden.

Ein Zögern bei oder Nichtbeachten von Werten wird die Unternehmen nicht stärken, sondern vielmehr entscheidend schwächen.

Genau das möchten wir auch mit unserem heutigen Zitat von Viktor Frankel unterstreichen. Das Leben von Werten ist der Schlüssel. Nur wenn eine gute Wertearbeit erkennbar und transparent ist, funktioniert sie in der gewünschten Weise.

Unser Angebot

Was „gute Wertearbeit“ ist? Das wissen nicht allzu viele Unternehmen aus eigener Kraft.

Hier bringt unsere Beratung wirklichen und großen Nutzen auch für Dein/Ihr Unternehmen. Profitiere(n Sie) von unserer Erfahrung und unseren Ideen für die Umsetzung. Damit auch für Dein/Ihr Unternehmen die notwendige Solidität für die Zukunft bekommt.

Den Unternehmenszweck mit echten und erlebbaren Werten unterstreichen. Von bunten Bildern und schönen Worten zu konsequentem Handeln kommen. Das ist unser Angebot.

Wir freuen uns auf Deine/Ihre Rückmeldung.

Ihre managementberatung björn harder

Der mbh-Impuls zum Wochenende

Der mbh-Impuls zum Wochenende

Wenn wir in neue, unbekannte Situationen gebracht werden, dann baut unser Gehirn auf vorhandene Erfahrungen, um mit der Lage umgehen zu können. Das ist gut und schlecht zugleich. Nutzen Sie die richtigen Effekte an der richtigen Stelle. Unser mbh-Impuls zum Wochenende.

Wo Erfahrungen helfen

Unsere Erfahrungen machen eindeutig eine unserer menschlichen Stärken aus. Wir sind dazu in der Lage einer Situation durch „Vergleich“ mit gelerntem aus anderen Erlebnissen zu begegnen. Wir erhalten uns dadurch Handlungsfähigkeit und blockieren nicht.

Das ist gut, denn so weichen wir zum Beispiel auch dem Auto auf der Straße aus, wenn wir denn gelernt haben, dem Fahrrad auf dem Weg auszuweichen. Genau für diese lebensbedrohenden oder auch „nur“ gefährlichen Situationen hat die Evolution dies Muster auch angelegt.

Das Unterbewusstsein stellt dafür eine ständige Analyse unserer Umwelt an. Es vergleicht unsere Umwelt mit allen bekannten Mustern und stellt daraus eine Option zur Verfügung. Da unser Unterbewusstsein auch nicht darüber „nachdenken“ muss, binden wir scheinbar auch keine Ressourcen.

Was aber nicht hilft

Um die Optionen bereitstellen zu können, muss unser Unterbewusstsein die Situation aber „vereinfachen“. Das Gehirn sieht nur wesentliche Bausteine des Gesamtbildes, aber eben nicht alle Details.

Da unser Muster der Erfahrungsnutzung insbesondere für gefährliche Situationen gedacht ist, werden diese Symptome vorrangig beachtet.

Nun ist nicht jeder Change, den wir erleben, gleich mit lebensbedrohenden Rahmenparametern versehen. Vieles ist nicht bedrohlich, so dass mit der verkürzten Analyse ggf. falsche Handlungsmuster zur Verfügung gestellt werden.

Der Ausschnitt der Wirklichkeit ist eben nicht die ganze Wirklichkeit. Und Vereinfachung hilft eben auch nicht an jeder Stelle.

Was ebenfalls nicht hilft, ist im Kern die Handlungsoption an sich. Die Handlung war gut für eine „vergleichbare“ Situation, aber eben nicht für DIESE Situation. Wir bekommen also ggf. auch falsche, nicht passende Optionen zur Verfügung gestellt.

Der gefährlichste Aspekt ist aber, dass das Gehirn mit dem Griff in die Vergangenheit erst einmal neue Lösungen blockiert. Altes Vorhandenes, wird neuem Unbekanntem vorgezogen. Gerade bei Themen, die aber neue Ansätze brauchen, ist unser Gehirn also erstmal mehr hinderlich als hilfreich.

Kommt jetzt noch ein sich schnell wandelndes Umfeld mit neuem Lösungsbedarf hinzu, dann wird unser Gehirn zum Feind:

  1. Es bietet nur „Vergleichbares“, aber nichts exakt Passendes an.
  2. Die Lösungen sind vergangenheitsorientiert und damit nicht unbedingt zukunftsgerichtet.
  3. Wir müssen für Neues erst noch gegen unser Gehirn arbeiten, damit Altes beiseitegeschafft wird – das kostet Zeit und Energie, die für die neue Lösung hilfreicher wäre.
  4. Wir bleiben durch diesen „Energieverlust“ nicht auf Höhe der Zeit und verlieren schlimmstenfalls den Anschluss.

Vorsicht, der mbh-Impuls zum Wochenende verkürzt…

Ja, auch diese Aufzählung verkürzt, aber nur zum Zwecke der Veranschaulichung.

Wir laden Sie daher ganz offen ein, sich in Ruhe am Wochenende die Zeit zu nehmen und unsere kurze Analyse vollständig zu durchdenken.

Was stellen Sie denn bei sich fest? Ist Ihr Gehirn manchmal auch Ihr Feind, obwohl es doch nur „helfen“ will?

Was man dagegen tun kann?

Gegen den Reflex des Gehirns erst einmal gar nichts. Es hilft aber, wenn man seine Handlungsmuster auf diese Reflexe kennenlernt.

Nehmen Sie das immer sofort als „richtig“? Oder nur als Überbrückung?

Wie einfach fallen Ihnen neue Lösungen?

Hier kann Coaching wunderbar unterstützen. Sprechen Sie uns gern darauf an.

Ihnen allen ein wunderbares Wochenende.

Ihre managementberatung björn harder

Der mbh-Impuls zur neuen Woche

Jeder ist ein Genie! Stimmt das, oder greift hier Albert Einstein einmal richtig daneben? Wie wir dies einschätzen und warum wir dem Nobelpreisträger ausdrücklich zustimmen, das gibt es heute zu lesen.

Jeder ist ein Genie – das nenne ich mal eine gewagte These. Wenn denn jeder ein Genie ist, warum reden wir dann über Ergebnisse aus der PISA-Studie, die für Deutschland nicht unbedingt die besten sind?

Warum reden wir dann über ein Leistungsgefälle im schulischen oder anderen Wissenskontexten? Wenn denn jeder ein Genie ist, dann muss doch jeder glänzen und die Analysen oder Ergebnisse müssten überall nur bestens sein.

Aber ist dies das, was Albert Einstein damit zum Ausdruck bringen will? Nein, auf keinen Fall. Jeder ist ein Genie lässt sich auch anders ausformulieren: Jeder kann irgendetwas richtig gut und genau hier hat er etwas von einem Genie. Oder kurz: Jeder hat mindestens ein Talent, das ihn auszeichnet.

Es kommt also wie so häufig auf den Blickwinkel, auf den Kontext an, in dem Aussagen und Betrachtungen stehen, denn nur in diesem Kontext lassen sich solche Aussagen richtig bewerten.

Der Appell, den der Nobelpreisträger hier an die Menschheit richtet, ist eindeutig: Macht es möglich, dass Menschen ihre individuellen Talente entdecken und nutzbar machen können und dürfen. Gebt diesen Menschen den Raum für Entwicklung.

Denselben Appell entwickeln wir auch immer mal wieder bei unseren Kunden und Klienten. Ganz häufig bekommen wir ja als Trainer, Berater, Coaches einen Auftrag aus einer Mängelbetrachtung heraus. Bitte sorgt dafür, dass unsere Menschen im Unternehmen unseren Anforderungen gerecht werden. Und genau das zeigt sich dann auch immer in den entsprechenden Detailherausforderungen.

Denn was viele Unternehmen damit verbinden, ist ein stückweit der Anspruch „uniformiere unsere Mitarbeiter“, damit diese in die gewollte Schublade passen. Mitarbeiter A in Bereich X soll eben bei gleicher Aufgabe genauso funktionieren wie Mitarbeiter B in Bereich X. Aber diese Gleichmachung soll auch bitte mit einem gleichen Instrumentarium erfolgen – ein Workshop und danach geht es doch.

Was außerdem viel zu selten in Unternehmen stattfindet, ist eine echte Erforschung der Talente eines Mitarbeiters. Ist der in dem Bereich, in dem er oder sie arbeitet, überhaupt optimal eingesetzt? Wo könnten wir vielleicht noch mehr von diesem Menschen profitieren?

Dazu ein Beispiel aus unserer Auftragshistorie:
Wir waren gebucht einen Changeprozess bei einem international tätigen Medizintechnikunternehmen zu begleiten. Dabei ging es auch in ganz wenigen Fällen darum herauszuarbeiten, wo einige wenige Mitarbeiter künftig unterkommen, denn der bisherige Job entfällt.

Die Personalentwicklung hatte da schon tiefe Vorarbeit geleistet und mit den typischen Gesprächen und „was kannst Du Dir vorstellen“ und ähnlichem ganz viele Felder abgeklopft. Aber bei einem Mitarbeiter gähnte da noch ein Riesenloch. Es gab nichts, nicht mal eine Idee, denn auch der Mitarbeiter wusste zu diesem Zeitpunkt selbst noch nicht mal, wie ihm geschah.

Einfacher Job mit geringem Bildungsstand und damit war das auch ein potenziell ganz leicht ersetzbarer oder abkömmlicher Mitarbeiter, daher wurde auch nicht mehr viel Aufwand betrieben.

Wir durften dann aber zum Glück mit allen Betroffenen noch einmal sprechen, wir wurden mit unseren Einschätzungen gehört und unsere Rückmeldung war: mit diesem einen Mitarbeiter lohnt sich nochmal ein anderer Versuch. Gesagt, getan und wir durften hier mit einer großen Persönlichkeits- und Fähigkeitsdiagnostik den Menschen durchleuchten. Er selbst hatte auch Interesse daran, weil er so etwas noch nie in seinem Leben erlebt hatte – seine Potenziale durfte er bislang immer nur selbst einschätzen. Einen „Förderer“ hatte er noch nie gehabt.

Das Ergebnis war, dass er ein auffallend hohes technisches Verständnis hatte. Weiterhin zeigte sich, dass er Komplexitäten gut überblicken konnte und darin Muster und Ansätze entdeckte.

Aus einer „blöden Idee“ bei einem Feierabendbier mit dem Personalchef nach einem ganz besonders anstrengenden Tag haben wir diesen Mitarbeiter in eine Hospitation die Entwicklungsabteilung geschickt und dabei in ein Projekt, wo es um Miniaturisierung von Bauteilen geht. Was dann geschah, hat uns aber auch alle überrascht. Der Mitarbeiter blühte auf und sprühte vor Ideen. Gestandene Ingenieure bescheinigten dem Unternehmen, dass hier Innovationen entstanden, die sonst nicht oder mindestens nicht so schnell gekommen wären.

Ohne technisches Studium und nur mit einem geringen Schulabschluss war hier jemand, der die Zusammenhänge überblickte, Ansätze lieferte und dann in Kooperation mit den Ingenieuren das Projekt zu einem Erfolg führte. Für’s Rechnen, Zeichnen und andere Dinge brauchte es die Fachkräfte, aber die Analyse der Komplexität und Entwicklung von Lösungen, das war seine Domäne. Und genau hier arbeitet der Mitarbeiter auch heute noch und das mit großem Erfolg – er liebt seinen Job!

Zugegeben, so ein Fall ist wie er Sechser im Lotto und der Sprung in den Tätigkeiten ist hier auch riesig, aber im Kern haben wir, habe ich, dadurch wieder einmal bewiesen bekommen, dass Talent nicht nur im Offensichtlichen liegt, sondern, dass auch forschen und komplett „out-of-the-box“-Denken und Handeln sich immer wieder lohnt.

Wissen Sie wirklich genau, was Ihre zu führenden Menschen wirklich können? Wo genau sind die Talente? Oder hat jeder bei Ihnen schon eine feste Schublade bekommen, ohne, dass alle Informationen, auch die über den Tellerrand hinaus, bewertet sind?

Vielleicht ist ja Mitarbeiter Z nur deswegen so „fehleranfällig“ oder wenig motiviert, weil er nicht entlang seiner Talente eingesetzt ist!

Ist das eine Überlegung wert? Ja? Dann wünsche ich Ihnen eine erkenntnisreiche Woche.

Sofern wir Ihnen dabei hilfreich zur Seite stehen können, sprechen Sie uns gern an. Wir freuen uns auf Sie und Ihre Menschen.

Ihre managementberatung björn harder

Der mbh-Impuls zum Wochenende

Der ist ein echtes Original – etwas, dass wir gern einmal über Menschen sagen, wenn wir sie kennengelernt haben. Trotzdem treffen wir eine solche Aussage eher selten. Was sorgt dafür, dass wir so etwas sagen (können)? Und hat Picasso mit seinem Zitat Recht? Das wollen wir heute beleuchten.

Um es gleich vorweg zu nehmen – wir Menschen brauchen Vorbilder und unser Streben solchen Vorbildern nachzueifern, uns bestimmte Eigenschaften auch zu eigen zu machen, soll hier in keiner Weise negativ belegt werden. Es ist gut, wenn wir uns aus Vorbildern das Gute für unser Leben herausarbeiten und die gewünschten Aspekte in unser Leben integrieren.

Aber damit sind wir meist schon beim Kern der Sache. Viele Menschen setzen „vom Vorbild lernen“ mit „dem Vorbild entsprechen“ gleich. Oft wollen wir „genauso sein, wie…“. Können wir das aber überhaupt? Ist unser Lebensweg so anpassbar, dass wir sein können wie jemand anders? Komplett gleich?

Aus meiner Sicht nein, denn wir sind immer das Produkt unserer ganz individuellen Einflüsse. Die Summe aller Erkenntnisse und Prägungen sorgt für eine Individualität, mit der wir aufrecht durch’s Leben schreiten können.

Doch wie häufig tun wir das? Denn um den ersten Satz dieses Beitrags noch einmal aufzugreifen: Mit unserer Individualität sind wir ein Original und zwar jeder ein echtes!

Wir müssen nicht sein wie andere, um ein „eigenes“ Leben zu haben.

Um Picasso aber besser einzuordnen, muss man sich den Kontext anschauen, in dem dieses Zitat entstanden ist.

Vor diesem Satz wurde Picasso gefragt, was er davon hielte, dass viele Künstler sich von den Stilen anderer Maler inspirieren lassen und versuchen sich diese Fertigkeiten anzueignen. Darauf antwortete er mit diesem Satz.

Auch ihm ging es dabei darum aufzurufen eine eigene Künstlerpersönlichkeit zu erschaffen, eigene Originale zu schaffen und nicht nur „erfolgreiches nachmalen“ zu gestalten.

Und hier passen dann die Argumente wieder zusammen: Wer sich von Einflüssen von Vorbildern inspirieren lässt, der darf und muss damit etwas eigenes schaffen. Die kopierte Facette hat im eigenen Lebens- und Erfahrungskontext nämlich eine ganz andere Wirkung und Bedeutung, als beim Vorbild. Mein innerer Schatz wird durch die Übernahme vom Vorbild nämlich erweitert und nicht überschrieben.

Lieber gut kopiert, als schlecht selbst gemacht – so ein anderes Zitat. Aber die Kopie darf dann nicht allein das bestimmende Element sein. Ein Vorbild soll immer nur dazu dienen etwas weiter anzureichern.

Eine ganze Spezies von Menschen, die sich den breiten Wunsch „so zu sein wie andere“ gerade ziemlich perfide (so meine ganz persönliche Wertung dazu) zunutze macht, ist die Berufsgattung der „Influencer“. Sie zeichnen in den sozialen Medien eine perfekte Welt mit all den Attributen, die andere gern hätten. Durch die künstliche Perfektion verstärken Sie den Sog des „Ich will so sein…“ aber nur weil das „dann habe ich auch…“ damit verbunden wird.

Also ganz profan das Spielen mit dem Neidfaktor des Menschen. Durch Neid, durch den Versuch hier „das Leben eines anderen zu erreichen“ werde ich aber in meinem Leben nicht reicher.

Genau das ist es aber, was wir als „Original“ bei einem Menschen bewerten. Diese Menschen haben eine eigene Position und damit einen gewissen eigenen „inneren Reichtum“, wenn man dies so bezeichnen will.

Pflegen Sie also Ihren inneren Schatz, nicht neidgetrieben, sondern mit Sicht auf die Stärkung ihrer eigenen Person – werden Sie zum Original!

Damit verbunden ist auch das Wissen, wer man selbst denn sein möchte, wohin einen der eigene Weg auch führen soll. Wenn Sie hier erst noch Erkenntnis für sich schaffen wollen, oder müssen, dann lassen Sie uns ins Gespräch kommen.

Wir freuen uns auf den Kontakt mit Ihnen.

Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen

Ihre managementberatung björn harder

Podcast # 25 – Das Büro neu definieren

Folge 25 – Das Büro neu definieren

Podcast # 25 – Das Büro neu definieren

Corona hat uns an vielen Stellen das Homeoffice beschert. Sehr viele Unternehmen nehmen „das Geschenk“ gern an. Viele Organisationen haben schon gehandelt. Andere sind in der Planung die bestehenden Büroflächen zu verkleinern.

Was ist mit dem Einfluss auf die Unternehmenskultur und Zusammenarbeit? Bleibt das Büro trotzdem einfach der Standort der Büromöbel und der sich wiederholenden Tätigkeiten?

Es gibt gute Gründe hier umzudenken. Denn Büro kann mehr als nur strukturiertes Abarbeiten.

Unser heutiger Podcast beleuchtet, warum wir mit Corona auch die Chance haben, „Büro“ von Grund auf anders zu denken. Wir laden Sie ein sich mit uns in eine neue Bürokultur zu denken. Unser gemeinsamer Auftrag? Das Büro neu definieren – Unser Podcast # 25…

Der mbh-Impuls zur neuen Woche

Träume sind doch unerreichbar. Die lassen sich nicht verwirklichen! So eine ganz oft verbreitete Haltung. Unser heutiges Zitat zeigt eine andere Lösung für diese Fragestellung auf. Sind Träume doch nicht nur „Schäume“?

„Kind, hör auf zu träumen“ – wer von uns hat diesen Satz in seinem Leben noch nicht zu hören bekommen. Manchmal nur, um uns in die Realität zurückzubringen, weil wir ansonsten gefährdet gewesen wären, aber manchmal auch, um uns aufzeigen zu wollen, dass unsere Fantasie nicht Realität werden könnte.

Aber sind Träume wirklich unerreichbar? Nein, sind Sie nicht!

Wie viele Menschen haben sich schon Träume verwirklicht? Sehr viele! Eines ist Ihnen dabei gemeinsam – sie haben die Idee an sich nie aufgegeben.

Der Weg, der dann aber zur Verwirklichung geführt hat, ist ganz unterschiedlich. Einige haben es Step-by-Step gemacht, so wie unser Zitat es vorschlägt, andere haben weit über den Horizont hinausgedacht, alles auf eine Karte gesetzt und es gewagt und waren so erfolgreich.

Damit ist allen Traumerfüllern aber noch etwas gemeinsam: Sie haben gehandelt und nicht nur geträumt.

Welcher Weg für Sie der Richtige ist, wissen wir nicht, aber auch Sie haben, wie jeder oder jede andere auch, eine Chance darauf Ihren Traum zu verwirklichen.

Hören Sie nicht auf zu träumen, aber kombinieren Sie es mit einem Handeln im Hier-und-Jetzt – entweder auf Sicht oder mit vollem Risiko. Es ist Ihr Weg und wenn Sie erstmal anfangen, wird alles weitere sich nach und nach ergeben.

Was ist Ihr Traum? Wir sind schon ganz gespannt!
Vielleicht wollen Sie es uns ja verraten!

Eine wunderbare Traumwoche wünscht Ihnen

Ihre managementberatung björn harder

Der mbh-Impuls zum Wochenende

Nicht immer ist der Blick nach unten der Blick zurück oder der Blick in die Begrenzung.
Ein Perspektivwechsel, um auch in den unentdeckten Bildern die Träume zu entdecken, lohnt sich.

Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Blickwechsel und ein wunderbares Wochenende.

Ihre managementbewertung björn harder

Der mbh-Impuls zur neuen Woche

Revolutionen sind ziemlich merkwürdige, aber auch spannende Konstrukte. Sie brauchen immer einen Anlass und einen Auslöser, einen Treiber und einen passenden Nährboden. Sie sind aber auch immer nur dann erfolgreich, wenn alle anderen Rahmenbedingungen auch passen bzw. dann für die Ergebnisse der Revolution tragfähig sind. Die letzte Revolution, die wir gerade erleben, ist aus meiner Sicht die massiv ge-/betriebene Digitalisierung von (Zusammen-)Arbeit. Wird das bleiben?

Vor noch gar nicht so unendlich langer Zeit bescheinigte uns unsere Bundeskanzlerin, dass das Internet und die Digitalisierung für uns noch Neuland seien. Ganz viele von uns haben zu diesem Zeitpunkt darüber gelächelt und gegrinst. Ich gebe zu, ich auch.

Ja, mir war klar, dass auch ich mit meiner Digitalnutzung mehr im (hinteren) Mittelfeld lag, aber gefühlt war ich diesem Satz von Angela Merkel doch Lichtjahre voraus.

Und so kam es, wie es kommen musste:

  • Anlass: Sicherung bzw. Ermöglichen von Zusammenarbeit und Auftragserfüllung
  • Auslöser: Covid-19
  • Treiber: ausbleibendes Einkommen
  • Nährboden: digitales Grundinteresse, vorhandene Erfahrungen und vor allem Neugierde, wie es anders gehen kann

Auf einmal stieß ich in Galaxien vor, die ich als Mensch noch nie zuvor gesehen hatte und ja zum Teil kam ich mir auch vor, wie das Raumschiff Enterprise auf seiner Reise in unbekannte Welten.

Meine Arbeitswelt von heute sieht ganz anders aus, als die Welt vor dem 16.03.2020 – einem der Daten, die ich als einschneidend in mein Leben für immer erinnern werde. Um mir dessen bewusst zu werden, muss ich nur vor mich und neben mich auf meinen Schreibtisch schauen.

Allein der „Gerätepark“ zeigt deutlich, dass sich hier etwas revolutionäres getan hat. Es hat einen gewaltvollen Umsturz gegeben. Covid-19 hat mich mit „Gewalt“ in eine neue Welt gezwungen. Eine Wahl, ob ich folgen wollte, hatte ich nicht. Ich musste, wenn ich denn „überleben“ wollte.

Ich kann noch nicht abschätzen, wieviel des maximal erlebten Umsturzes bei mir bleiben wird, aber es wird viel sein. Eine Rückkehr auf das Niveau des vorherigen „Normals“ wird es nicht mehr geben, dazu erlebe ich auch schlichtweg zu viele Vorteile und ganz ehrlich, bei vielem frage ich mich wirklich, warum ich das nicht schon länger so gemacht habe.

Wird der Umsturz bleiben? Ja, bei mir ganz sicher.

Vielleicht war es ja „nur“ das, was ich im Impuls zum letzten Wochenende beschrieben habe. Vielleicht war es aber auch schlichtweg Ignoranz, meine individuelle Überzeugung, doch schon am Optimum zu arbeiten.

Aber ist diese Sprungentwicklung Digitalisierung damit die Revolution meiner Generation?

Dazu ein ganz bewusstes und gestärktes, klares, eindeutiges Jein.

Jede Generation – meint das nur die Menschengruppe ab einem bestimmten Geburtenjahrgang, also diese Gruppe von Geburtenjahrgängen, die wir z.B. als Generation Golf, Generation Y oder Z oder wie auch immer bezeichnen?

Oder können wir Generation auch als bestimmte Gruppe von Kalenderjahren bestimmen, in denen für alle Menschen und Altersgruppen sich generelle Umfelder verändert haben, so wie Aufklärung, Gotik, Industrialisierung, Kalter Krieg, Glasnost und andere?

Wenn wir mal den zweiten Begriff zugrunde legen, dann sind wir mittendrin in der Revolution dieser Generation – Nennen wir Sie mal etwas frech den „Digitalisierungs-Virus“…

Ist dies nun eine gute oder eine „schlechte“ Revolution?

Hierzu wage ich noch keinerlei Wertung. Wir sind aus meiner Sicht nämlich noch mittendrin. Eines der Kriterien, die ich ansetze, um von Gut oder Schlecht zu sprechen, wird es sein, wie gut wir es schaffen, neben allem digitalen uns auch (zwischen-)menschliches zu erhalten. Denn die direkte Interaktion zwischen Menschen, ohne die digitale Trennung ist wichtig, nötig und nach wie vor in Ihrer Effektivität und Wirksamkeit unschlagbar.

Wenn wir es alle gemeinsam schaffen, hier Niveaus zu erhalten, zu schaffen, zu erreichen, die den Wert des Menschlichen, neben allem Digitalen weiter als wertvoll zu bemessen, dann ist es für mich GUT.

Wenn wir Menschlichkeit verlieren, dann ist es schlecht.

Aber das ist nur ein Kriterium.

An welches Kriterium denken Sie denn in der Balance Gut und Schlecht? Gern würden wir hier in Diskussionen kommen, also bitte kommentieren, chatten, mailen Sie, was die Kanäle und Medien hergeben.

Unser Impuls: Was ist „Ihre“ Revolutionsauslegung! Nehmen Sie sich die Zeit für einen Blick auf Ihre Welt und Ihre Bewertung.

Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen und wünschen Ihnen eine erfolgreiche Woche!

Ihre managementberatung björn harder

Der mbh-Impuls zum Wochenende

Als mir heute dieses Zitat über den Weg lief, fühlte ich mich gleich an den Impuls für diese Woche und an meine Sätze zum Thema Neugierde erinnert. Die Neugierde lockt uns, aber was verhindert „die Beseitigung des Alten“? Wir runden die Woche einmal gedanklich ab.

Mein Impuls an Euch, liebe Leser, war, seid mutig und tragt Eure Idee voran. Macht Euch zum „Spinner“ (so ja eine Bezeichnung aus dem Zitat). Wer von Euch hat den Impuls genommen und umgesetzt? Wer von Euch hat dabei etwas erreicht? Ich hoffe und wünsche mir natürlich, dass das ganz viele waren.

Wer es gemacht hat, wird festgestellt haben, es ist nicht besonders schwierig erstmal Gehör zu finden, also einen oder mehrere Gesprächspartner, die sich die Idee anhören. Die Neugierde von uns Menschen ist einfach viel zu groß dafür. Und im Kern will uns diese Neugierde auch dazu verleiten, diese Dinge, diese Ideen einfach mal auszuprobieren.

Ganz oft passiert das auch. Wir testen, stellen fest, es klappt meist nicht auf Anhieb, die Ernüchterung setzt ein verbunden mit der Erkenntnis, dass das ja Arbeit wird, das anzupassen und neu zu versuchen.

Und auch bei den nicht arbeitsscheuen Menschen setzt jetzt etwas ein, was uns die Probleme beim Aufgeben der alten Ideen macht… Unser Gehirn.

Die „alten Ideen“ aus dem Zitat möchte ich hier einmal frei als „Gewohntes“ oder „in Routinen gespeichertes Wissen“ interpretieren.

Unser Gehirn speichert Abläufe oder überhaupt abrufbares Wissen in bestimmten Routinen bzw. Verknüpfungen im biologischen Geflecht unserer Nervenzellen ab. Eine Aufgabe von Wissen bzw. Routinen bedeutet also rein organisch einen Umbau von Nervenverknüpfungen.

Umbaumaßnahmen, und das kann jeder bestätigen, der einmal in seinem Haus umgebaut oder renoviert hat, verbraucht zusätzliche Energie, hier aus Sicht des Gehirns sogar mit eher ungewissem Ausgang, also größerer Gefahr der Energieverschwendung.

Und wenn unser Gehirn, unsere gesamte Biologie eines hasst, dann ist es Energieverschwendung. Also wird Verschwendung blockiert. Es werden hohe Hürden aufgebaut, um diese Veränderung einzuleiten bzw. es werden vielzählige Bestätigungen eingefordert, dass das Neue doch gut und richtig ist.

Dagegen können wir uns jetzt einmal ganz einfach und wenig wissenschaftlich ausgedrückt gar nicht oder nur ganz eng begrenzt wehren, denn Biochemie ist nun einmal Biochemie und Biologie, sprich Evolution ist nun mal Evolution…

Alte Ideen aufgeben, heißt also, aktiv gegen seine eigene Biochemie ankämpfen, wenn mir dieses drastisch vereinfachte und zugespitzte Bild gestattet sei.

Wer von Euch kann sich noch daran erinnern, wieviel Übung und Wiederholungen es brauchte, bis wir Fahrradfahren oder Autofahren erlernt hatten. Das waren viele, viele Versuche, bis das Neue verankert war.

Dasselbe spielt sich bei der Verankerung neuer Ideen ab. Es braucht Wiederholung, es braucht Übung, es braucht Zeit. Nicht weil Menschen unveränderbar sein wollen, sondern weil die Biologie es gar nicht anders zulässt.

Der schwere Kampf ist also im Zweifel der mit der Geduld. Der eigenen oder fremder Geduld, wenn etwas umgesetzt werden soll. Und den „Kampf“ gewinnen wir nur mit Geduld, Beharrlichkeit und ständiger Wiederholung/Übung.

Mein Impuls zum Wochenende für Euch ist genau dieser:
„Wieviel Geduld wird bei fairem Handeln auf beiden Seiten noch erforderlich sein, damit Eure neue Idee Realität wird?“

Hand aufs Herz und so objektiv wie möglich eingeschätzt, gewinnt ihr wieder eine Handlungsfähigkeit, um Eurer Idee wieder Umsetzungsfähigkeit einzuhauchen und voran zu kommen.

5 min Nachdenken – das ist Eure Idee doch gewiss wert.

5 min Nachdenken, warum ihr ggf. bei einer Umsetzung noch nicht so vorankommt, wie ihr ggf. wollt – das ist gut investierte Zeit an diesem Wochenende.

Ich wünsche Euch gute Erkenntnisse und Zugewinn an Handlungsfähigkeit!

Björn Harder